Aktuelles

 

2016

Kos-Asklipieion
Tilos
Nisyros

 

Rhodos-Stadt
Karpathos
Tinos

 

2015

Patmos
Lipsi
Amorgos
Astypalaia
Iraklia

 

 

Mein Mitgliedsprofil in der GEO-Reisecommunity

 

 

 

Die zwei Dinas und der Tsipouro

 

In unserem letzten Griechenlandurlaub hatten wir ein Haus mitten in der Chora gemietet. Seitlich am Haus führten Stufen hoch zu einer kleinen Taverne mit Live-Musik. Oft saßen wir abends auf unserer kleinen Terrasse vor dem Haus, lauschten den Klängen des Rebetikos und beobachteten die vorbeigehenden Menschen.

Am Anfang war unsere griechische Nachbarin etwas zurückhaltend, aber nach ein paar Tagen siegte dann doch ihre Neugierde und wir bekamen die Frage gestellt, warum wir denn jetzt in dem Haus wohnen und nicht die Besitzer.
Wir erklärten, dass wir aus Deutschland kommen und zwei Wochen Urlaub in diesem Haus machen.

Zwei Tage später – wir hatten es uns mit einem Glas Ouzo vor dem Haus gemütlich gemacht - erschien unsere Nachbarin mit einer kleinen, rundlichen und strahlend lächelnden Frau und einem jungen Mann im Schlepptau. Sie zeigte auf sich und die andere Frau und sagte: „DINA". Die kleine Dina erklärte uns in einem holprigen Deutsch, sie sei Dina aus Chalkidiki und unsere Nachbarin sei ihre Freundin Dina. Der etwas genervt aussehende junge Mann war der Sohn der Nachbarin, der auch sehr bald die Flucht ergriff.

Die beiden Dinas nahmen auf der Hausbank Platz und lächelten uns erwartungsvoll an. Wir boten den beiden "Dinas" etwas zu trinken an, aber unsere Nachbarin schaute unwillig auf unsere Gläser und erklärte uns, das dieses „Zeug“ nicht gut ist. Sie stand auf, verschwand und stand kurze Zeit später mit einer gefüllten Plastikwasserflasche wieder vor uns. Sie schwenkte die Flasche und sagte mit strengem Ton: „Mein Tsipouro gut!“ Wir bekamen jeder einen Fingerbreit in ein Wasserglas – mehr gab es nicht – mit dem Fingerzeig auf den Kopf und dem Kommentar: „Tsipouro balla - balla.“
Ehrlich gesagt – mehr hätten ich von diesem sehr guten und selbst gemachten Teufelsgebräu auch nicht vertragen.
Es wurde ein langer Abend, der für uns, dank der etwas deutsch sprechenden Dina, in einem lustigen Griechischunterricht endete.

Seit diesem Abend konnten wir keinen Schritt mehr gehen, ohne dass es aus jeder Ecke ein freundliches Kalimera, Jassu, oder Kalinichta schallte.

 

 

Zurück zur Übersicht.