Aktuelles

 

2016

Kos-Asklipieion
Tilos
Nisyros

 

Rhodos-Stadt
Karpathos
Tinos

 

2015

Patmos
Lipsi
Amorgos
Astypalaia
Iraklia

 

 

Ich bin Mitglied in der GEO-Reisecommunity

 

Prag 2010



Prag die "Goldene Stadt" so wurde sie schon von Karl dem IV. genannt, oder auch die Stadt der 100 Türme, eignet  sich das ganze Jahr für einen Kurzzeiturlaub. Man bedenke allerdings, daß man selbst im März, wenn die Frühjahrsboten noch auf sich warten lassen,  in dieser Stadt nie alleine ist. Wir waren überrascht, wieviele Touristen selbst in den noch so tristen Frühjahrstagen in Prag unterwegs waren. Wie es in den Sommermonaten in dieser schönen Stadt aussieht, möchten wir daher nicht wirklich wissen. Der Vorteil dieser frühen Jahreszeit ist, daß man eine große Auswahl an wunderschönen Hotels hat, die in der Hauptsaison kaum zu bezahlen sind.

 

Zu besichtigen und zu entdecken gibt es in Prag sehr viel - machen wir einen kleinen Spaziergang: Daß die Tschechen einen Sinn für Humor haben, konnten wir schon in der Lucerna-Passage feststellen. Dort sieht man den heiligen Wenzel auf dem Bauch eines Pferdes sitzend von einer Kuppel herabhängen. Ein zeitgenössisches Kunstwerk von David Cerny.

 

Ganz seriös dann wieder die Statue Karls des VI.

 

Beim Gang durch die Altstadt sieht man vor dem Altstädter Rathaus mit der Astronomischen Uhr zu jeder vollen Stunde eine Menschenmenge, die darauf wartet, das sich oben im Turm ein paar Figuren zeigen. Angeblich ein Aha-Erlebnis, welches man von 9-21 Uhr verfolgen kann. Nett fanden wir zumindest den Beitrag der Turmbläser.

 

Sehenswert sind auf jeden Fall die vielen schönen Häuser und Kirchen die sich um den  Altstäder Ring gruppieren.

 

Für alle die mit Kindern nach Prag fahren ein kleiner Tipp, damit die Besichtigungstour nicht zu langweilig wird. Das kleine Schokoladenmuseum in der Celetná 10 ist nicht nur für Kinder sehenswert. Das Museum ist in drei Teile gegliedert: Der erste Teil beschreibt die Entstehung und Geschichte der Schokolade, der zweite Teil befasst sich mit der Produktion und im dritten Teil sieht man eine Sammlung von historischen Verpackungen. Das Highlight ist aber sicherlich die Möglichkeit im Geschäft selbst die Bonbonherstellung zu beobachten.

 

Nach soviel Süssem ging es dann nochmal vorbei an der imposanten barocken Nikolaikirche, die wir von innen dann doch etwas enttäuschend fanden. Die in der Nähe liegende Teynkirche haben wir dann nur noch von aussen besichtigt.
Das Pulvertor (letztes Foto) ist der einzige Turm mit Durchgang aus der Zeit, als die Prager Altstadt noch befestigt war. Die Stadtmauer verlief damals entlang der heutigen Fußgängerzone.

 

Wer in Prag einen Einkaufsbummel machen möchte findet im Shopping-Center Palladium mit ca. 120 Läden und 30 Restaurants sicherlich alles was das Herz begehrt. Man kann sich aber auch für die schönen alten Straßenbahnen und den leckeren Prager Schinken begeistern. Mein Geheimtipp wäre die kleine Bretterbude, in der die frisch zubereiteten Zimtkringel verkauft werden.

 

Für die Besichtigung der Karlsbrücke und der Prager Burg sollte man schon einen Tag einplanen. In der Touristinformation hatte man uns davon abgeraten den Fussweg über die Karlsbrücke zu nehmen. Viel zu gefährlich hieß es. Wir sind trotzdem über die Karlsbrücke gelaufen - uns hätte sonst ein toller Ausblick auf die Prager Burg gefehlt (und wir sind auch nicht ausgeraubt worden). Man muss halt wie in jeder großen Stadt ein wenig wachsam sein.

 

Auf dem Hradschin liegt nicht nur die Prager Burg, sondern auch die Burgvorstadt, der Stadtteil um die böhmische Akropolis. Das an der Nordseite liegende Erzbischöfliche Palais mit seiner stilvollen Rokokofassade beherbergt eine sehenswerte Sammlung alter Meister.

 

Die Prager Burg ist das Wahrzeichen der Stadt. Am Abend, auf der Karlsbrücke stehend, bietet sich dem Besucher der schönste Anblick, wenn die Burg im Scheinwerferlicht erstrahlt.

 

Zur Burg gehören zahlreiche Gebäude und Sehenswürdigkeiten, die Heilig-Kreutz-Kapelle, die drei Ehrenhöfe, die Nationalgalerie, der Gedenkobelisk der Opfer des 1. Weltkriegs, das Goldene Gässchen. Rund um die Burg kann man durch zahlreiche Gartenanlagen schlendern. Ein beliebtes Fotomotiv ist auch die Wachablösung vor dem Schloß.

 

Die Prager Burg wurde im 9. Jahrhundert errichtet, jedoch nicht in ihren heutigen Ausmaßen. Im Laufe der Zeit hat sie immer wieder verändert. So wurde sie Mitte des 14. Jahrhunderts durch den Veitsdom ergänzt, dessen Türme noch heute die Burganlage überragen.

 

Nach soviel beeindruckender Kultur machen wir eine Pause in einem böhmischen Cafe.

 

Am Nachmittag besuchten wir dann das Franz-Kafka Museum mit seinem skurilen Brunnen auf dem Vorplatz.
Für jeden, der sich für Franz Kafka interessiert, ist diesem Museum unbedingt empfehlenswert. Dort kann man das Leben von Frank Kafka anhand vieler interessanter Dokumente und Ausstellungstücke nachvollziehen, etliches auch im Original.

 

Am Abend hatten wir wieder die Auswahl aus vielen urigen Gaststätten mit böhmischer Küche. Empfehlen können wir die Mikrobrauerei Pivovarský dúm in der Lipová 15. Dort gibt es ordentliche Portionen aus der böhmischen Küche zu günstigen Preisen. Das dunkle Bier wird dort frisch gezapft und für  Wagemutige gibt es Bier mit Kaffee-, Banane- und Kirschgeschmack.

 

Noch ein paar Bemerkungen zum Schluß für alle die noch eine Kurzreise planen:
Wir haben unsere Reise nach Prag nicht über einen Veranstalter gebucht, da wir festgestellt hatten, das die meisten Hotels ausserhalb von Prag lagen. Außerdem findet man das ganze Jahr günstige Flüge nach Prag. Das Ankora Hotel haben wir bei "click4hotel.eu" gefunden und mit dem großen Appartment, dem guten Service und vor allem dem sensationellen Preis waren wir mehr als nur zufrieden.



Zurück zur Übersicht.