Der Sommerpalast

 

Es ging mal wieder mit unserem Minibus zum 20 km entfernt liegenden 290 ha großen Sommerpalast. Eine groß angelegte Gartenanlage mit Wohnhäusern, Tempeln und Pavillons an einem künstlichen See. Die Chinesen nennen ihn: "Garten des Friedens und der Harmonie im Alter". Na, da waren wir ja bestens aufgehoben.

Am Eingang saßen wieder die immer fröhlich grinsenden Tour-Guides. Wir hatten ja unseren deutsch sprechenden chinesischen Reiseführer dabei, der uns mittlerweile schon "siebenköpfige Raupe" nannte. Tja - die Chinesen essen im Gegensatz zu uns, aus Höflichkeit beim Essen nie ihre Teller leer. Da uns aber das Essen in Peking so gut geschmeckt hat, ließen wir "Sieben" nie den kleinsten Krümel übrig. Er war jedes Mal fassungslos und so nannte er uns eine "siebenköpfige Raupe". :-)
Der Sommerpalast wurde 1750 erbaut und 1860 von englisch-französischen Invasionstruppen niedergebrannt. 1888 wurde er von der Kaiserin Cixi wieder aufgebaut. Der Palast diente als kaiserliche Sommerresidenz.
Auf dem Gelände befindet sich auch die Halle der Langlebigkeit, die den Park dominiert, sowie ein 228 m langer Wandelgang mit mehr als 8000  Bildern, von denen jedes eine verschiedene Geschichte darstellt.
Am Ende des Wandelganges gelangt man zu dem berühmten Marmorschiff, welches von der Kaiserwitwe mit Mitteln aus dem Militärbudget errichtet wurde.
Der künstlich angelegte Kunming See ist 2,2 qkm gross, aber nur etwa 1,5m tief und nimmt einen Grossteil der Anlage ein. Eine Brücke mit 17 Bögen verbindet das Ufer mit der im See befindlichen Nanhu Insel.
Im Sommer kann man den ganzen See umwandern oder eines der kleinen Boote zu mieten. Für grössere Gruppen gibt es die  "Drachenboote".

 

Weiter ging es zum Konfuziustempel.