Die Ming Gräber

 

Nach der beeindruckenden Besichtigung der chinesischen Mauer ging es weiter zum Tal der 13 Ming-Gräber. Hier befinden sich die gewaltigen Grabtempel von dreizehn Kaisern der Ming-Dynastie. Die meisten sind verfallen und gesperrt.

Das Mausoleum des dritten Ming-Kaisers heißt Changling und ist weitgehend restauriert. Die Anlage besteht aus zwei Teilen, drei rechteckigen, von einer Mauer umschlossenen Innenhöfen mit Opferhallen sowie seitlichen Vorbereitungsräumen. Unter dem runden Tumulus befindet sich tief in der Erde die Grabkammer, deren Eingang bisher nicht gefunden wurde.
Diese Grabgestaltung hat mit der chinesischen Vorstellung zu tun, dass sich beim Tod die Seele des Verstorbenen vom Körper trennt und dann noch für ein paar Generationen umherschwirrt und zur Kommunikation mit den Nachkommen fähig ist. Deshalb musste der Seele ein irdischer Teil gebaut werden, in dem sie sich heimisch fühlen würde, sodaß man die großen Hallen aus dem Kaiserpalast kopierte, um darin der Seele des Verstorbenen zu opfern. Dieses Opfer musste der älteste Sohn darbringen. Söhne als Nachkommen sind deshalb für Chinesen sehr wichtig.
Hinter dem Pavillon beginnt die berühmte Geisterstraße, die von jeweils paarweise angeordneten überlebensgroßen Tieren, mystischen Figuren und Beamten aus Stein gesäumt wird. Sie sollen die Gräber vor bösen Geistern schützen.

 

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