Die Wasserfälle am Bassin de la Paix und am Bassin de la Mer

 

Ausgangspunkt war der Parkplatz am Picknickgelände des Bassin de la Paix. Von der Brücke, die zum Picknickgelände führt, hat man schon die ersten herrlichen Ausblicke.
Zuerst führte der Weg durch die Zuckerrohrfelder. Wir folgten dem Weg am Rivière des Roches stromaufwärts. Durch die üppige Vegetation hatten wir nur selten einen freien Blick auf die Flusslandschaft. Nach einiger Zeit verdunkelte sich der Wanderweg und die Bäume bildeten über uns ein Gewölbe, durch das kaum noch Licht kam. Kurz darauf ging es rechts ab, ein Wegweiser kennzeichnet die Stelle. Nachdem man zunächst vorsichtig die glitschigen Steine des Baches überquert hat, geht es kurz darauf durch eine Senke. Immer dem Weg folgend, an einer Knüppelbank vorbei, erreicht man relativ schnell den Aussichtspunkt zum Bassin de la Mer.
Auf dem Rückweg trafen wir auf eine Canyoning-Gruppe, die mit Neoprenanzug, Sturzhelm und Schwimmweste ausgerüstet die Bassins und kleinen Wasserfälle des Flusslaufes durchqueren wollte. Dauer der zu bewältigenden Strecke ca. 2 Stunden. Wir suchten uns einen sonnigen Platz, um die ganze Gruppe in Ruhe beobachten zu können.



Cassé de Takamaka, Bassin des Hirondelles

 

Diese Wanderung beginnt am Parkplatz an der Route forestière de Bébour/Bélouve, in einem einzigartigen Regenwaldgebiet, dessen große Flächen teilweise undurchdringlich sind. Die Forstverwaltung der Insel ONF (Office National des Forêts) hat in diesem Gebiet einen Wanderweg angelegt, der zum Aussichtsbalkon an der Takamakaschlucht führt. Der Wanderweg führte an einem Meer von Kallablumen vorbei.
Mit ihren weißen Kelchen und ihren orangenen Blütenstengeln bieten sie immer wieder neue Fotomotive.
Nach einiger Zeit wird der Weg schmaler und man muss aufpassen, dass man durch die matschigen Pfützen und offen liegenden Wurzeln nicht stolpert oder ausrutscht. Es waren auch wieder einige Holzleitern auf- und abwärts zu überwinden, aber die einzigartige Vegetation mit ihren Farnbäumen und uns vielen anderen unbekannten Bäumen, Büschen und Pflanzen begeisterte uns so, dass wir diese Kletterpartie über die Matschwege gerne in Kauf genommen haben.
Vorbei an einer Lichtung mit Sumpfgras und Kallas erreichten wir die Aussichtskanzel am Steilhang. (Cassé de Takamaka 1.113 m) Von hier hat man einen traumhaften Blick hinab in die Takamakaschlucht.
Auf dem Rückweg hatten wir das Glück diesen kleinen Borstenigel (Tanrek), der ganz gemütlich in der Sonne lag, zu fotografieren. Wie wir später erfuhren, ist er eine Delikatesse auf dem Speisezettel der Réunionesen, die dafür gerne 15 Euro pro Stück bezahlen.
Wir gingen den Weg weiter zurück und entschlossen uns am Abzweig zum Bassin des Hirondelles, doch noch den schlecht begehbaren Weg abwärts einzuschlagen. Der Abstecher zum Bassin lohnt sich aber auf jeden Fall.



Cap Noir - 1.110 m

 

Eine kurze Rundwanderung auf einem aussichtsreichen Panoramapfad am Nordrand von Mafate - so stand es im Reiseführer. Hätte ich vorher gewusst, was da auf mich zukommt...... Wir sollten den beschriebenen Weg entgegen dem Uhrzeigersinn laufen. Warum? Ja - das war mein persönliches Highlight.
Der schmale Pfad zog sich immer am Felsen entlang, steil hangabwärts, aber mit einer üppigen Tropenwaldvegetation welche von leichten Nebelschwaden umhüllt wurde. Das ersparte mir dann auch meist den Blick in den Abgrund, 600 Meter richtig steil nach unten.
Wir erreichten zuerst eine Aussichtsplattform von der wir einen grandiosen Ausblick, wenn auch leicht vernebelt, auf den Mafatekessel hatten. Weiter ging es auf dem hangaufwärts schmaler werdenden Pfad bis zu meinem persönlichen Highlight. Es waren ein paar kurze Steilpassagen über mehrere felsige Abschnitte und zwar über zwei kürzere und zwei längere Stahlleitern (hinter mir der Abgrund) zu überwinden. Für erprobte Kletterer sicherlich ein Leichtes - für nicht schwindelfreie - oder Menschen mit Höhenangst eine echte Herausforderung.
Ich bin nicht umgekehrt und habe unter fluchen die Bergformation "La roche Verre Bouteille" erreicht! Es ging auf einem engen Pfad wieder bergauf und oben auf dem schmalen Kamm konnte man, wenn man wollte und kein Nebel war, nochmal die fantastische Aussicht in den 900 m tiefen Mafatekessel genießen. Auf der anderen Seite des Kamms hatte man einen Blick auf das 300 m tiefer liegende Dos dé Anne. Bis hinab zum Parkplatz, wo sich inzwischen ein fahrbarer Caféwagen für gestresste Wanderer aufgestellt hatte, war der Weg dann ein Kinderspiel.

 

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