Wanderung zum Stavros Strand

 
 
Das Wetter war Ende September auf Tinos recht windig und wechselhaft. Daheim lag man bei 30 Grad in der Sonne und wir hätten an diesem Tag einen Regenschirm brauchen können. Als wir uns auf den Weg zum Stavros Strand machten, schien noch die Sonne und wir hatten die Badesachen eingepackt.
Der Weg nach Stavros erreicht man am einfachsten von der Kirche aus bergauf und weiter am Tilos Fantasy vorbei. Wenn die Straße im rechten Winkel links abknickt, geht es weiter geradeaus auf den nicht sofort erkennbaren Pfad. Die 2,1 km sind mit einer Stunde etwas knapp bemessen, da der Weg nicht besonders gut gekennzeichnet ist. Das letzte Stück zum Stavros Strand geht steil bergab.
Da der Wind zugenommen hatte, dunkle Wolken am Himmel aufzogen und erste Tropfen fielen, beschlossen wir auf dem Rückweg, das letzte Stück nach Livadia auf der asphaltierten Straße zurückzulaufen. Auf den folgenden Regen hätten wir gerne verzichtet.

Livadia

 
Was macht man auf einer kleinen Insel, auf der es nicht viel zu sehen gibt? Schließlich möchte man nicht jeden Tag wandern.
Das Ankommen der Fähre ist immer wieder ein nettes Schauspiel. Erstaunlich, wie viele Touristen Ende September noch auf der Insel ankommen. Aber mit der Fähre werden nicht nur Touristen befördert, sondern auch Waren für den täglichen Bedarf auf die Insel gebracht. 15 Minuten Hektik am Hafen und dann ist auch schon alles vorbei. Der Anleger liegt wieder verlassen in der Mittagssonne.
 
Alternativ sitzt man auf dem Dorfplatz, trinkt einen Frappé und plötzlich kommt Konny Reimann vorbei - naja - eine gewisse Ähnlichkeit ist auf den ersten Blick schon zu erkennen. Immerhin hat man ihm eine Seite bei Wikipedia gewidmet.
 
Oder dann doch lieber im Kafenion nebenan einen Joghurt mit Honig essen.
 
Man hätte auch die Wahl, alleine vor seiner Türe in der Sonne zu sitzen oder mit netten Nachbarn Karten zu spielen.
 
Eine Bank und der Blick auf das Meer - beruhigend - und auf dem Wasser schaukelt ein gelbes Überraschungsei ;-)
 
Später machen wir einen Spaziergang vom Hafen, vorbei an ein paar netten kleinen Läden, einem Denkmal und gehen über die hübsch angelegt Holzbrücke weiter entlang des gut zwei Kilometer langen Badestrandes. Am Wegrand stehen alte Tamarisken und kleine Boote schaukeln auf dem Wasser. Auch ein paar Liegestühle am Kiesstrand sind noch frei.
Dort wo der Kiesstrand endet, schauen wir zurück auf den Ort und lassen unsere Tage auf der Insel Revue passieren. Tilos ist eine beschauliche ruhige Insel mit ein paar kleinen Mängeln. Ob die Insel uns wiedersieht ist eher unwahrscheinlich.

 

Morgen geht es weiter nach Nisyros.