Skopelos 2008

 

 

Skopelos Stadt mit den vielen Stufen und Gassen, blühenden Bougainvilleen, und dem unverkennbaren Duft von Jasmin die an den hohen schmalen Häusern mit ihren markanten Holzbalkonen und Erkern hochranken. Ein Blickfang sind auch die vielen bunt bepflanzten und blau gestrichenen Olivenöl-Kanistern vor den Haustüren. Die Uferpromenade mit den vielen Cafes, Tavernen, den unterschiedlichsten Schiffen und Booten am Hafen laden zum verweilen und beobachten ein.
Die stattliche Anzahl von Kirchen und Kapellen in der Chora von Skopelos in die man oft von freundlichen Nachbarn oder gar vom Popen selbst eingeladen wird, um das immer wieder erstaunliche und überraschende Innere der Kirchen zu besichtigen.
Das Kastro ganz oben in der Stadt (ehemalige venezianische Festung aus dem 13. Jahrhundert). Leider nur noch ein paar Mauerreste, aber der Ausblick auf die Stadt und auf das Meer sind traumhaft. Wenn man dann noch bei Anatoli sitzt und der abendlichen live Rhebétika Musik bei einem Glas Wein lauscht, ist der Abend perfekt. Gerne saßen wir auch im Cafe Thállassa bei einem von Fanny kreierten Smoothie. Natürlich haben wir auch im Open-Air-Kino von Skopelos das „Musical Mama Mia“ in englischer Sprache mit griechischen Untertiteln gesehen.
Es gibt viele schöne Tavernen und Restaurants und gerne saßen wir bei Perivoli im Gartenrestaurant, das - obwohl es uns im ersten Moment etwas „very british“ erschien - eine hervorragend gute Küche mit freundlichem Personal hat. Ganz romantisch war es dann aber in der Taverne Romantica in idyllischer Lage oberhalb der Bucht, wo uns Vangelis & Liza leckere Fischgerichte an unserem Stammplatz servierten und wir unterhaltsame Abende genießen konnten.
Manchmal wurden die Abende auch etwas länger.
Sehenswert ist auch das kleine Volkskundemuseum in der Stadt. Es gibt eine Vielzahl von schönen Stränden: Ormos Stáphylos, Ormos Glystéri, Gialos Miliá, Gialos Kastáni und ganz versteckt Perivoli Beach. Einige sehenswerte Klöster wie Kloster Prodrómou, das romantische Kloster Taxiarchón, das Nonnenkloster Moni Evangelistria, das älteste Kloster Metaórphosis Sotirou und das Wehrkloster Agia Varvara.
Ein Highlight war sicherlich auch der Steilfelsen mit der Ekklisis Agios Ioánnis. Die kleine Kirche steht spektakulär auf einem Felszahn über dem Meer. 108 Stufen führen nach oben und sind auch für nicht schwindelfreie Menschen sicherlich eine Überwindung wert.
Beeindruckt hat uns auch der mystische Ort der Sendoukia Gräber. Bei den Sendoukia-Gräbern handelt es sich um drei rechteckige Steingräber mit Steindeckel, nahe an der Spitze des höchsten Berges Delphi. Drei dieser Gräber wurden tief in die Felsen hinein geschlagen und mit steinernen Deckeln verschlossen, die heute aber schräg darüber liegen, so das man in die leeren Gräber schauen kann. Von einem vierten Grab sieht man nur die angefangene Grundfläche. Leider weiß man nicht viel über diese Gräber, da sie bei ihrer Entdeckung bereits von Grabräubern geplündert waren. Aus welcher Zeit diese sarkophagähnlichen Gräber stammen ist daher unklar. Die Vermutungen gegen in Richtung Römische Epoche oder noch früher. Irgendwie hat dieser Ort etwas Mystisches und die Aussicht dort oben ist traumhaft schön - mit weitem Blick über das Meer - man kann dort oben sitzen und darüber nachdenken, ob diese Gräber für jemand Besonderen geschaffen wurden. Das mag der Phantasie eines jeden überlassen sein ...
Nicht unerwähnt lassen möchten wir die Fischtaverne Pávlos in der Bucht von Agnótas mit den leckeren Fischspezialitäten und dem abendlichen Sonnenuntergang, sowie in Glóssa das im skopelotischen Stil eingerichtete Restaurant Agnánti mit dem wunderschönen Dachgarten und dem tollen Blick aufs Meer. Das Bergdorf Glóssa mit seinen vielen Gassen, den doch so freundlichen Bewohnern und dem alten Stelios, der uns die „Marseillaise“ vorsang und uns so viele Geschichten zu erzählen hatte, die wir uns leider aufgrund unserer mangelnden Griechischkenntnisse nur zusammenreimen konnten.
Abenteuerlich war eine Jeepfahrt zur nördlichsten Stelle von Skopelos zur Spitze des Kaps, wo der Leuchtturm der Insel steht und eine Fahrt mit dem Schiff zur Insel Alónnisos.

 

Beeindruckt hat uns immer wieder das Zusammenspiel der vielen Grüntöne der Pflanzen- und Baumvielfalt mit dem unendlichen Blau des Meeres.


Hier geht es weiter zum Schiffsausflug nach Alonnisos.