Die Inselerkundung

 
Alopronia verfügt über einen schönen 200 Meter langen Sandstrand mit Tamarisken, aber es gibt noch weitere Bademöglichkeiten auf der Insel.
 
Die Terrain Hiking Map hat sich bisher auf jeder Insel für uns bezahlt gemacht, und so nahmen wir den Weg  oberhalb vom Hafen, etwas hinaufsteigend in östlicher Richtung zum Dialiskari Strand. Unterwegs konnten wir immer wieder die wunderschöne Aussicht auf den Hafen genießen.
Etwas zurückgesetzt vom Dialiskari Strand steht die Nikolaos Kapelle, in die wir natürlich auch einen Blick werfen mussten. Die Sonnenschirme am Strand waren jetzt am Saisonende schon abgeräumt und wir hatten den Strand für uns alleine. Ruhe pur :-)
 
Eine Wanderung in den Südwesten der Insel zum ehemaligen römischen Grabmal Heróon/Episkopi ist schon fast ein Muss auf Sikinos. Wir fuhren mal wieder ganz bequem für 1,60 Euro mit dem Gemeindebus hoch zur Chora.
Von dort ging es der Landstraße folgend ca. eine halbe Stunde leicht aufwärts in südwestlicher Richtung. Schon von hier hat man sehr schöne Ausblicke auf die terrassierte Landschaft und das Meer.
Die Hinweisschilder auf der rechten Seite für den Abzweig nach Episkopi sind nicht zu übersehen. Ab jetzt wandert man den Hang entlang mit traumhaften Aussichten auf Landschaft und Meer. Im Morgendunst konnten wir die Inseln Paros, Antiparos, Sifnos und Folegandros erkennen. Für uns ist das einer der schönsten Wanderwege unserer bisher bereisten Kykladeninseln.
Ungefähr eine Stunde liefen wir ganz gemütlich auf dem gut markierten, schmalen Weg am Berghang entlang und wurden vor dem Heróon von einer Herde Ziegen begrüßt.
Die Gegend ist einsam und karg und nur wenige Pflanzen schaukelten im Wind leicht hin und her. Keine Menschenseele weit und breit.
 
Ein mystischer Ort, an dem das Heróon - auch Episkopi genannt - steht. Dieser Ort schreibt eine lange Geschichte, denn vor 3000 Jahren war hier eine antike Siedlung und oben auf dem Berg, wo heute die Kapelle Agia Marina steht, soll früher eine Akropolis gestanden haben.
Das Heróon war ursprünglich im 3. Jahrhundert n.Chr. ein römisches Marmorgrabmal und im 5. Jh. wurde es zur christlichen Kirche der Himmelfahrt (Marienkirche) umgebaut. Letztendlich fand 1688 der Umbau der Kirche zum Kloster Episkopi statt.

Auf dem Platz vor, sowie an den Nebengebäuden und auch im Inneren des Heróons lagerten Baumaterialen. Scheinbar fanden schon diverse Renovierungsarbeiten statt, aber trotzdem wirkte das Gebäude noch sehr baufällig.
Genug der Ruhe und der Mystik - Wir machten uns auf den Rückweg. Diesmal liefen wir entlang der Straße Richtung Chora und kamen so zur strahlend weißen Doppelkapelle Agia Anargiri mit blauer Kirchenglocke. Da zur selben Zeit auch das Besitzerpaar von den Maistrali Studios mit einer überdimensionalen Kerze eintraf, wollen wir nicht stören und liefen nach einem kurzen Gespräch weiter in Richtung der Winery.
In der Nachsaison ist die Winery erst ab 19.00 Uhr geöffnet, aber der Bus fährt nur noch bis zur Chora und im Dunkeln die Straße entlang laufen mochten wir nicht. So haben wir für das nächste Mal auf Sikinos auch noch etwas zu sehen.
 
Man merkte, es war Ende September, es war kühler und vor allem windiger. Die Sonnenschirme am Strand wurden schon für den Winter eingelagert. Auch im Hafen haben die Fischer bereits die Boote verladen und winterfest gemacht. Unsere Tage auf Sikinos gingen zu Ende und die Abreise nahte.
 
Wir warteten auf unsere Fähre, die uns von Sikinos zu unseren Freunden nach Santorin bringen sollte. Es war ein Wettlauf auf dem Meer. Wer legt zuerst an - von rechts die Adam. Korais der Cyclades Ferries oder von links die Aqua Spirit von NEL?

 


 
Unsere Fähre hat das Rennen gewonnen, schließlich sollte sie auch fünf Minuten vor der Aqua Spirit losfahren.


 
End of Season. Noch nie haben wir es so deutlich gespürt wie auf Sikinos, aber trotzdem war es sehr schön und wir werden irgendwann mal im Juni wiederkommen.



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