Sikinos 2014

 

Nach den erlebnisreichen Tagen auf Syros hatten wir uns mit Sikinos wieder eine neue kleine Kykladeninsel ausgesucht.



Mit der Aqua Spirit schipperten wir von Syros über Paros, Naxos, Ios ungefähr sechs Stunden bis nach Sikinos. Wir blickten von der Fähre auf eine ziemlich kahle und bergige Insel und fragten uns, was wir dort zu erwarten hätten.
 
Unsere Unterkunft hatte eine sehr schöne Lage mit Blick auf den Hafen. Von dort konnten wir das Anlegen der Fähren beobachten und bis zum Hafen, um morgens frisches Brot bei Flora zu kaufen, brauchten wir auch nur ein paar Minuten zu Fuß.
 
In Floras kleinem Supermarkt erfuhren wir dann auch, dass die Tavernen in Alopronia am 23. September geschlossen wurden, obwohl für Sikinos noch sehr viele Touristen auf der Insel und einige Unterkünfte sogar ausgebucht waren.

 

Wir wollten nicht gleich wieder abreisen, wie einige andere Gäste, sondern fuhren mit dem Gemeinde-Minibus erstmal hinauf in die Chora (Kastro).
Die Chora mit der hübschen Dorfplatia und der Kirche Pantanassas mit ihren Palmen gefiel uns. Außerdem gab es eine Bank, also musste es eigentlich doch noch offene Tavernen geben, wo man das Geld ausgeben könnte?

In einer kleinen Gasse hatten wir das seltene Glück in einer Bouganville einen Kolibri zu entdecken. Bei näherem Hinsehen stellten wir fest, das es sich um ein Taubenschwänzchen handelt, welches zu den Schwärmern gehört, einer Gruppe eigentlich nachtaktiver Schmetterlinge. Das Tauben- schwänzchen fliegt aber durchaus auch am Tag bevorzugt Blüten mit langem Kelch an, weil es da den Vorteil seines langen Saugrüssels nutzen kann.
 
Schließlich fanden wir auch in einer Gasse die Taverne Klimataria, die wir am Abend auch gleich ausprobierten. Das Essen dort hat uns geschmeckt, obwohl die Auswahl schon etwas eingeschränkt war. Für einen Cafe am Morgen oder am Nachmittag wurde im Kafenion Anemelo gesorgt. Später haben wir noch auf der Straße unterhalb der Chora die Taverne Kaperi gefunden. Sie wurde dann der Treffpunkt der "Sikinos-Verbliebenen" Das Essen dort war sehr gut.

Auch ein schönes Fotomotiv:
Weißer Schornstein und sanftes Blau.

 

 


 

 
Vorbei an einer Vielzahl von Kakteengewächsen (Kaktusfeigen) führt ein Weg oberhalb der Chora, entlang der alten Windmühlen ca. 300 Meter hinauf zum früheren Wehrkloster Zoodochou Pigi.
Wie nicht anders erwartet, war das Kloster verschlossen. Oben vom Kloster hat man eine schöne Aussicht auf Chora und Chorio. Seitlich blickt man
den steilen Abhang hinab und hinaus aufs Meer. Wir genossen eine Weile die idyllische Ruhe und beschlossen an einem anderen Tag bzw. Abend wiederzukommen.
Wir stiegen den Treppenweg wieder hinab zur Chora. Die Chora ist das Zentrum der Insel, wo sich das Rathaus, die Bank, das Postamt, ein Bäcker, zwei kleine Supermärkte und wenige Geschäfte, Cafés und Bars befinden. Schön ist es hier in einer Ursprünglichkeit, die man nur noch selten auf den Kykladeninseln findet.

Hier oben zu wohnen wäre in der absoluten Nachsaison auch eine Idee gewesen. Außer einer Luxusunterkunft ist uns zu dieser Zeit aber nichts aufgefallen. Später haben wir auf der Homepage von Sikinos noch sechs weitere Unterkünfte in der Chora gefunden.
Unten an der Straße stand der Gemeindebus, aber unser Busfahrer machte noch Mittagspause. Wir wechselten die Straßenseite und gingen vorbei an einem vermutlich alten Schulgebäude, hinauf nach Chorio.
Die kleinen Gassen wirkten in der Mittagssonne wie ausgestorben. Dieser Teil des Ortes besteht nur aus Wohnhäusern und ein paar kleinen Kirchen.
Da der Gemeindebus, der normalerweise jede Stunde zwischen Hafen und Chora pendelt, an diesem Tag irgendwie keine Lust hatte, machten wir uns zu Fuß auf den Weg. Der hinunterführende Treppenweg sah von oben nicht sehr vertrauenserweckend aus und so wanderten wir auf der Straße nach Alopronia.


 
Hier geht es weiter mit der Inselerkundung.