Schinoussa 2014

 

Anreise mal wieder über Athen - ganz entspannt mit Übernachtung in Hafennähe im empfohlenen Piraeus Dream Hotel. (Mit dem Flughafenbus X96 bis Haltestelle NAT)
Am Abend machten wir uns auf die Suche nach einer Taverne. Nicht so ganz einfach, aber schließlich fanden wir in der Karaiskou 104 die Taverne Arlekinos. (von der Leoforos Vasileos Georgiou, an der Pizzoteca nach rechts abbiegen)
Das Essen war gut, auch wenn die Blechteller, auf denen das Essen serviert wurde, etwas gewöhnungsbedürftig sind. Günstige Preise.

 

Am frühen Morgen ging es nach einem reichhaltigen Frühstücksbüffet im Hotel auf die Blue Star Delos in Richtung Naxos. Auf Naxos hatten uns R.+ U. schon die Tickets für die Skopelitis besorgt und so konnten wir ganz stressfrei von der Blue Star auf die Skopelitis nach Schinoussa wechseln.
Am Hafen wartete schon der Bus von der Pension Galini auf uns. Die Pension liegt am Ortsausgang mit schönem Blick auf das Meer.
 
Schinoussa gehört zu den kleinen Ostkykladen. Die 8,5 qkm große Insel mit niedrigen Hügeln ist sehr landwirtschaftlich geprägt. Es gibt eine erstaunliche Anzahl von kleinen Badestränden, die alle gut zu Fuß zu erreichen sind. Der Hauptort (Panagia) liegt ca. 1 km vom Hafen auf einer Bergkuppe.
Im Ort geht es ruhig und eher gemächlich zu und einige Tavernen und Cafés waren Anfang Juni noch nicht geöffnet. Es gibt mehrere kleine Supermärkte, einen Bäcker und ein kleines Heimatmuseum. In der Panagia Kirche, die leider immer verschlossen war, befindet sich eine wertvolle Ikone der heiligen Jungfrau.
Das Cafe Peri, Cafe Loza und das Kafenion To Kentro auf der Hauptgasse waren schon geöffnet und das Frühstück oder der Kaffee am Nachmittag somit gesichert.
Wir hatten die Auswahl zwischen der Taverne Ta 8 Adelfia, dem Deli und der Taverne Kira Pothiti. (das Vegera öffnete erst einen Tag vor unserer Abreise).
Unsere persönlichen Tavernen-Favoriten:
Das Deli mit seiner schönen Dachterrasse und Blick auf Santorin und Ios bietet etwas gehobene griechische Küche. Als Vorspeise gab es Spinat im Blätterteig, sowie Käse in Blätterteig und Balsamico. Hauptgerichte: Kalbfleisch mit Tomaten und Gemüse, Rindfleisch aus dem Ofen und Geflügelröllchen mit Tomaten und Käse gefüllt. Das hat uns an zwei Tagen begeistert.
Das Kira Pothiti mit seinem tollen Chef (der uns noch sehr schöne griechische Musik für zuhause mitgegeben hat) und sein nettes Team haben uns mehr als zweimal überzeugen können. Die gemischte Gemüseplatte mit Balsamico
(hätte auch für zwei Pers. gereicht), die frittierten kleinen Vorspeisen und das Risotto mit Weinblättern hätten auch jeden Vegetarier begeistert. Auch alle anderen Gerichte fanden wir sehr gut. Tolle griechische Küche.
 
Durch die höhere Lage der Panagia hat man immer wieder schöne Blicke auf das Meer und eine kleine Kapelle mit Windmühle, die so wie es aussieht, anlässlich einer geplanten und nicht vollendeten Hotelanlage erbaut wurde.
Nachdem wir bei unserer Ankunft auf der Insel schon Bekannte getroffen hatten, freuten wir uns auf das am Samstagabend stattfindende Konzert. Die Sängerin mit Band fand nicht nur ich ziemlich gewöhnungsbedürftig. Nein - es war zu meiner Enttäuschung leider auch keine griechische Musik. Am Sonntagabend gab es dann am Gemeindehaus ein Bläserkonzert. Wunderbare klassische Musik von Jacques Offenbach, Franz Liszt und Johannes Brahms. Auch der Paso Doble bekam viel Beifall vom Publikum. Ein gelungener Abend. Die anschließend versprochene Party mit der Sängerin des Vorabends war leider sehr ermüdend, da sie nur ihre schon bekannten Songs wiederholte. Etwas rheinisches Liedgut zur Auflockerung in der Pause konnte sich unsere kleine Gruppe nicht verkneifen.  ;-) Es hat nicht nur die Griechen amüsiert.  ;-)
Hier eine kleine musikalische Kostprobe.

Was macht man in der Vorsaison auf einer kleinen Insel, auf der nix los ist? Man läuft an den Hafen und schaut, ob es was Neues gibt. Vorbei an einem gelangweilten Esel, diversen Olivenbäumen und sonstigem Gestrüpp führt ein Fußweg in ca. 10 - 15 Minuten hinab zum Hafen. Schon auf halber Höhe hat man einen schönen Blick auf den Hafen und kann so feststellen, ob die Skopelitis schon in Sichtweite ist.
Die Skopelitis - nicht nur Passagierschiff, sondern auch Versorger der kleinen Kykladeninseln. Im Mai ist sie für einige Tage ausgefallen und zum Glück für alle fuhr sie Ende Mai wieder ihre gewohnte Route.
Am Hafen dümpelten ein paar Fischerboote, die Taverne Mersini war gähnend leer und so nahmen wir den Fußweg rechts an Nicolas vorbei, um wieder nach oben ins Dorf zu laufen.

 

Hier geht es weiter zur Inselerkundung.