Von Firá nach Imerovigli



Firá - auch Thira genannt - ein Häusermeer am Kraterrand. Erstaunlicherweise Anfang Juni nicht so überlaufen, wie wir befürchtet hatten. Schade, dass es angesichts der vielen Souveniergeschäfte an manchen Stellen an einen Rummelplatz erinnerte.
Trotzdem war es schön, den Kraterrandweg in Richtung Firostefani und Imervogili entlang zu schlendern und den schönen Panoramablick auf Fira, den Kraterrand und die Caldera zu genießen.
Eine Zigaretten- oder Toilettenpause mit einem Besuch in einer der zahlreichen Tavernen am Rande der Caldera zu verbinden, sollte allerdings gut überlegt sein. Die beiden Glastässchen mit dem uns so angepriesenen "Santorini Kaffee" - immerhin mit einem Hauch von Kaktuslikör - wie wir später auf der Karte lesen konnten, die plötzlich nach unserer Bestellung auf dem Tisch lag, sowie ein auch vorher bestelltes kleines Törtchen mit zwei angedeuteten halben Eiskugeln - immerhin auf einem riesigen Teller - bescherte uns letztendlich eine Rechnung von 32 Euro. In diesem Moment bereute ich mal wieder meine mangelnden griechischen Sprachkenntnisse. ;-)
Fazit: Erst in die Karte schauen und dann bestellen.
Um zum alten Hafen zu gelangen, bieten sich zwei Möglichkeiten an. Die Seilbahn auch Cable Car genannt, oder für die Wagemutigen führt der alte Treppenweg hinab zum Hafen. Empfehlenswert ist dieser Weg leider nicht, da er durch die zahlreichen Mulis ziemlich verschmutzt ist. Zum Fotografieren sind wir dann doch ein paar Stufen hinabgestiegen.

 

An einem malerisch in Szene gesetzten Boot vorbei wanderten wir weiter nach Imerovigli, dem höchstgelegenen Ort am Kraterrand, der auch gerne als "Balkon von Santorini" bezeichnet wird.
Von Fira läuft man auf dem Kraterrandweg mit Blick auf Imerovigli und den Skàros Felsen gemütlich in ca. 20 bis 30 Minuten. Sehenswert sind nicht nur die zahlreichen Hotelanlagen incl. Pool mit Kraterblick, sondern auch das Frauenkloster Àgios Nikòlaos und die Kirche Panagia Maltèsa. Von der Kirche Àgios Ioànnis führt ein Weg hinüber auf den Skàros Felsen.



Oia

Die wahrscheinlich schönste Kykladenidylle mit einer Menge von Fotomotiven findet man in Oia.
Wenn man bedenkt, das Oia nach dem Erdbeben im Jahre 1956 nur noch ein Trümmerhaufen war, ist es erstaunlich zu sehen, wie man einen Ort wieder aufbauen und restaurieren kann. Trotzdem sieht man aber auch immer noch zwischen den Prachtbauten der Hotelanlagen einige Ruinen.
Viele kleine Läden mit Kunsthandwerk, diverse Galerien und gemütliche kleine Cafés liegen an der mit Marmor gepflasterten Hauptgasse.
Ειρήνη μεσημβρίας
Ειρήνη μεσημβρίας
Das ganze Ambiente in Oia wirkt um vieles nobler als der Hauptort Firá. Vor allen Dingen ging es hier wesentlich ruhiger zu - zumindest tagsüber.
In Oia sind wir einen ganzen Nachmittag mit Frank, der wie wir ein absoluter Fotofan ist, nur mit der Kamera vor der Nase unterwegs gewesen.  Irgendwie sind wir in einen wahren Fotorausch verfallen :-)
Es gibt trotz der touristischen Szenerie, der vielen Hotelanlagen mit Pool und Calderablick so viele malerische Treppengässchen und versteckte Winkel. Die zahlreichen Kirchen mit ihren leuchtend blauen Kuppeln - manchmal wußte man nicht, wo man zuerst hinschauen sollte.

 

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