Der Südosten um Pythagório

 

Das Heraion - die Kultstätte, die der Göttin Hera gewidmet wurde - gilt als größte Sehenswürdigkeit der Insel. Obwohl es viele Informationstafeln und Zeichnungen gibt, fällt es trotzdem schwer, sich das Ausmaß dieses antiken Heiligtums vorzustellen.
Neben den Grundmauern des Tempels ist das Wahrzeichen des Heiligtums, die Kolonia, die einzige verbliebene Säule des Großen Hera-Tempels. Von den ursprünglich 18 Metern dieser Säule sind nur noch 9 Meter übriggeblieben.

 

Bei der Geneleos-Gruppe handelt es sich um eine Kopie. Das Original konnten wir im Museum von Samos besichtigen.

 

Die "heilige Straße" war ursprünglich ca. 6 Kilometer lang und führte bis zur antiken Stadt. Am Nordrand der Straße befindet sich die Fundstädte des Kouros und der Geneleos-Gruppe.

 

Es finden weitere Ausgrabungen statt und wer weiß welche Funde und Erkenntnisse die Archäologen noch zu Tage fördern.

 

Weiter ging es zum Eupalinos-Tunnel, einem über einen Kilometer langen Wassertunnel durch den Ámpelos-Berg. Allein der Einstieg zum Tunnel war abenteuerlich.
Der Tunnel wurde von Polykrates an den Baumeister Eupalinos in Auftrag gegeben. Er sollte während einer langen Belagerung die Wasserversorgung der 20.000 Einwohner der antiken Stadt sicherstellen. Die Quelle lag aber jenseits des Berges Ámpelos und so entschied sich Eupalinos für den Bau dieses Tunnels. Eine gigantische Leistung, weil der Tunnel von beiden Seiten des Berges gleichzeitig vorangetrieben wurde. Der Tunnel soll über mehr als tausend Jahre in Betrieb gewesen sein.
Der Tunnel ist am Anfang schmal und eng. Menschen über 1.80 Meter müssen öfters den Kopf einziehen. Bei hohen Außentemperaturen ist es im Tunnel schön kühl und es tropft gelegentlich von der Decke. Die Beleuchtung ist spärlich und man kann auch nur noch einen Teil des Tunnels besichtigen. Trotzdem eine interessante Besichtigung des Weltwunders der Antike.


Auf dem Weg nach Koumaradéi haben wir uns noch das schöne Kloster Megális Panagias angeschaut.

 

Die hübsche Ortschaft Koumaradéi liegt an einem Hang mit weitem Blick über den Kámpos. An der Dorfstraße entlang gibt es ein paar schöne Handwerksläden. Besonders gefallen hat uns der Kräuterladen am Ortsausgang. Hier konnten wir nicht nur Kräuter und Öle kaufen, sondern auch die Herstellung und Lagerhaltung besichtigen.



Weiter geht es zum Südwesten der Insel.