Poros im März 2018

 

Nordöstlich der Peloponnes im Saronischen Golf liegt die kleine Insel Poros. Die zweigeteilte Insel ist ungefähr 33 km² groß und hat ca. 4.500 Einwohner. Der südliche Teil Sferia ist vulkanischen Ursprungs. Dort befindet sich auch die Hafenstadt Poros. Kalavira mit seinen schönen Kiefernwäldern ist der größere nördliche Teil der Insel.
 
Der Flying Dolphin brachte uns innerhalb einer Stunde von Piräus nach Poros. So hatten wir trotz einiger widriger Umstände das Glück, innerhalb eines Tages um 18 Uhr auf Poros zu sein.
Durch die eine Stunde Zeitverschiebung kamen wir  schon in der Abenddämmerung in dem von uns ausgesuchten Dimitra Boutique Hotel an. Die Rezeption war nicht mehr besetzt, aber für uns lag ein Willkommensgruß mit unserem Schlüssel bereit. Unser Zimmer war geräumig und freundlich ausgestattet. Leider nur ein kleiner Balkon zur Landseite, aber die Frühstücksterrasse bot uns am nächsten Morgen einen traumhaften Blick über die Stadt und das Meer.
 
Nach einem reichhaltigen und gemütlichen Frühstück auf der Dachterrasse machten wir einen Spaziergang entlang der Hafenpromenade.
Hier findet man eine bunte Mischung aus großen und kleinen Segelschiffen, griechische Jachten und unübersehbare Katamarane, bunten Fischerbooten und sonstigen Schiffen. Kleine Wassertaxis pendeln zwischen Galatas auf dem Festland und Poros-Stadt hin und her.
Wie eine Perlenkette reihen sich Tavernen und Cafés an der Uferstraße aneinander und lassen auf hohe Besucherzahlen schließen. Selbst jetzt im März waren schon zahlreiche von ihnen geöffnet.
Am Abend hatten wir einen schönen Blick auf den beleuchteten Uhrenturm - das Wahrzeichen von Poros.                                                               Empfehlen können wir die Taverne Rota. Freundliches Personal und authentische griechische Küche.
 
Am nächsten Morgen auf der Suche nach einer Großpackung Taschentücher (leider hatte mich zwei Tage vor Abflug die Grippe erwischt) erkundeten wir die Gassen der Stadt. Die Gassen haben einen natürlichen Charme, aber man sieht hier auch, dass alles nicht so herausgeputzt ist, wie auf mancher Kykladen-Insel.
 
Das Angebot an Fischen in der kleinen Fischhalle war sehr vielseitig. Darunter auch ein paar Exemplare, die wir vorher noch nicht gesehen hatten. In einer Vitrine gab es dann auch noch Geflügel und Fleisch.
 
Ich liebe solche kleinen Entdeckungen wie diesen Laden mit seinen Webstühlen, die ich auf Nachfrage auch fotografieren durfte, sowie eine Gasse vorher die alten Reklameschilder. In den Gärten und Kübeln  blühte es überall schon und so waren wir froh, der tristen Jahreszeit daheim entflohen zu sein.
Die Katzen auf Poros waren auch gut versorgt und so ging es weiter durch blühende Gassen und schmale aufwärtsführende Treppen.
In fast jedem Garten stand mindestens ein Zitronenbaum in seiner vollen Pracht. Da konnte man echt neidisch werden. Bei uns ist es einfach zu kalt und trotz Überwinterung im kühlen Flur, hatte ich bisher kein Glück mit einem Zitronenbaum.
 
Es ging weiter den Hügel hinauf zum Wahrzeichen von Poros - dem historischen Uhrenturm von 1927. Schade - da dachte wieder jemand er müsste eine Seite des Turmes mit Graffitis verunstalten. Die Aussicht von oben ist sehr schön, leider hatten wir die ganzen Tage einen bedeckten Himmel.