Pilion 2008

 

Da wir im Anschluss an die Besichtigung der Meteora Klöster noch ein paar Tage Zeit hatten, entschlossen wir uns, den Pilion zu erkunden. Wir wollten feststellen, ob wir zu einem späteren Zeitpunkt einen Urlaub auf dem Pilion einplanen. Leider stand die Fahrt an einem Freitag von Volos in Richtung Horefto unter keinem guten Sterm - es regnete - und wir standen mitten auf einer engen Landstraße im Stau. Hinter uns wildes Gehupe. Plötzlich kam ein Polizeitauto, aber man kann auch eine griechische schmale Straße nicht freihupen. Zwei wie wild gestikulierende Polizisten brüllen irgendwas durch ein Megafon. Bei uns machte sich Ratlosigkeit breit, da wir mit unserem Auto schon ganz rechts an einer Mauer standen. Auf der linken Seite reichte es evtl. für eine knappe Vorbeifahrt am Abgrund. Irgendwie ging es aber dann doch weiter und wir staunten nicht schlecht, als wir die Ursache des Staus sahen. Auf dieser Strecke bis ca. fünf Kilometer weiter, wurde für den nächsten Tag eine Absperrung für eine Autorallye aufgebaut. Es standen schon eine Menge Rennwagen an der Straßenseite und es gab jetzt schon kein Durchkommen mehr. Wir fragten uns, ob das Chaos noch größer werden könnte.

 

Von Zagora haben wir aufgrund des dichten Nebels nicht viel gesehen. Der Strand in Horefto gefiel uns, und wir beschlossen eine Kaffeepause zu machen. In der einzigen offenen Taverne bestellten wir zwei Kafedàki und erfuhren, mit Hinweis auf die deutsche Speisekarte, das es nur deutschen Kaffee gab. Kein griechischer Kaffee? Ich wollte sofort weiterfahren.


Weiter ging es nach Agios Agioannis. Es regnete in Strömen und wir beschlossen im einzigen noch geöffneten Hotel zu übernachten. Das Zimmer hatte Meerblick, und wenn das Wetter besser gewesen wäre, hätte man es dort sicherlich ein paar Tage aushalten können. In Mortias hatten wir endlich mal wieder ein Fotomotiv ohne Regen, aber die im Bau befindliche Ferienanlage hat uns nicht beeindruckt.
Der kleine Ort Katigioris hat eine breite Plattform um Boote ins Wasser zu lassen, was vermuten lässt, das hier im Sommer auch mehr los ist, obwohl es nur einen kleinen Sandstrand gibt. Die Bank mit Blick auf die Felsen und das Meer laden zum Verweilen ein. Am Hang ist ein Hotel mit Pool sowie einige Studios. Wenn man den Weg am Hotel vorbeigeht kommt man zu einer sehr schönen Aussichtsplattform. Von dort führt ein Weg weiter zu einem kleinen einsamen Sandstrand. Oben am Hang steht zwar ein einzelnes Haus, das aber teilweise durch Olivenbäume verdeckt ist. Im September sah es sehr unbewohnt aus. Da die Sonne zur Abwechslung mal wieder schien, konnte man dort noch ein kurzes Bad nehmen.
Am nächsten Tag ging es weiter Richtung Milina. Dort hatten wir ein schönes Zimmer mit Balkon unter dem Dach. Da das Wetter etwas besser wurde, beschlossen wir ein paar Tage zu bleiben. Immerhin gab es in Milina ein Travelbüro, einen leeren Bankomat, ein Lebensmittelgeschäft, einen Bäcker, einen Souvenirladen und diverse Cafes und Tavernen die sogar noch geöffnet hatten. Vielleicht lag das auch am ortsansässigen Campingplatz. Nach Platanias führte uns eine gut ausgebaute Straße direkt zum Hafen. Der Strand und das Wasser waren trotz erneutem Regen sehr sauber. Bei schönem Wetter kann man dort Boote mieten und zum Mikro Beach fahren. Ausserdem gibt es von dort Ausflugsmöglichkeiten mit dem Schiff nach Skiathos und Skopelos. Es gibt eine Anzahl von kleinen Hotels, eine gute Auswahl an Appartments und Zimmer sowie einigen netten Tavernen. Dort hat es uns persönlich am besten gefallen. Einen Abstecher in das kleine Fischerdorf Milos können wir auch empfehlen. Der Fisch der dortigen Taverne war lecker und preisgünstig.
Letzte Station auf dem Pilion war das Hotel Victoria in Kala Nera. Die Zimmer war zwar etwas altmodisch eingerichtet, aber sehr sauber und sogar mit Kühlschrank und einem schönen großen Balkon mit Blick auf das Meer. Tische und Bänke im mit Wein überwucherten Innenhof laden zum Verweilen ein. Leider hatten wir mal wieder Regentage - auch ein Grund für die wenigen Fotos. - und ehe ich es vergesse - es gab auch wieder einen leeren Bankomat ...


Unser Fazit: Der Pilion ist nicht „unser Griechenland“  Vielleicht waren unsere Ansprüche nach traumhaften Wochen auf Thassos und Skopelos sowie den beeindruckenden Tagen in Meteora einfach zu hoch.



 

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