Strand, bunte Kieselsteine und kleine Kirchen

 

Es gibt einige schöne Strände auf Patmos. Besonders beliebt ist der schöne lange Sandstrand von Psilli Ammos, der aber nicht per Auto erreichbar ist. Man fährt mit dem Auto in Richtung Diakofi. Noch vor Diakofi gabelt sich die Straße und man hält sich rechts in Richtung Psilli Ammos. Nach 700 bis 800 Meter teilt sich die Straße nochmals. Dort geht es linke Hand weiter bis zu einem kleinen Parkplatz am Wasser. Nun darf man zu Fuß immer dem Ziegenpfad entlang wandern (ca. 30 Minuten - geländegängiges Schuhwerk ist empfohlen) bis man unterhalb des Hanges die Taverne mit Ihrem wunderschönen Sandstrand mit einigen schattenspendenden Tamarisken entdeckt.

 

Besonders angetan waren wir vom Strand in Lampi ganz im Norden von Patmos gelegen. Der Strand ist für seine seltenen und wunderschönen buntgemusterten Kieseln bekannt. Es fällt schwer der Versuchung zu widerstehen, aber ein Schild weist aber daraufhin, dass die Mitnahme von Steinen verboten ist.
Die nette kleine Fischtaverne am Strand lädt zum längeren Verweilen ein.
Der Tavernenwirt hatte an diesem Morgen einen großen Fisch gefangen, den er für das am Abend stattfindende Grillessen vorbereitete.
Die entfernten Innereien lockten zahlreichen Möwen an, die sich dann auf dieses Festmahl stürzten.
Wir haben dann doch lieber bei der Zubereitung der gefüllten Zucciniblüten (eine Spezialität der Taverne) zugeschaut. Daß diese mit Reis und verschiedenen Gewürzen gefüllten gelb/organgen Blüten ausgesprochen lecker sind, haben wir dann später auch noch feststellen können.
Der Strand von Livadi Geranou liegt in einer malerischen Bucht. Gegenüber der Bucht liegt eine Insel mit einer kleinen Kapelle. Das Wasser ist glasklar und ein ruhiger Liegeplatz war uns immer sicher. Die Fischsuppe und der große griechische Salat in der Strandtaverne waren sehr gut und preiswert.
Wir haben auch auf dem Gheranos-Hügel die kleine Madonnenkirche "Panagia tou Geranou" besichtigt. In der Kirche wurden wir sehr freundlich von einem älteren Mann begrüßt, der uns sogleich in eine Wolke von 4711 Kölnisch Wasser hüllte. Nein - der Geruch täuschte. Es handelte sich um Rosenwasser ;-) Stolz führte er uns herum und zeigte uns seine Fotoalben mit Fotos von Hochzeiten und Menschen, die auf Patmos 106 und 108 Jahre alt geworden sind. Besonders schön waren die Fotos von dem jährlichen Fest am 15. August, wo viele Besucher zum Feiern und zum gemeinsamen kostenlosen Essen in die Panagia heraufkommen. Gerne ließen wir eine Spende und das Versprechen ihm die Fotos zu schicken bei diesem liebenswerten Menschen zurück.
Unterhalb der kleinen Kirche gab es nur noch eine Bootswerft, an der fleißig gewerkelt wurde und einen kleinen Strand.

 

Das Café Vagia im gleichnamigen Ort war immer eine Versuchung wert. Nicht nur, dass man dort auf der Terrasse bei der freundlichen Soula sehr schön sitzen konnte, auch die von ihr angebotene selbstgebackene Patmos-Spezialität Pouggi (Mandelecken) und der Schokoladenkuchen gefüllt mit Mousse au Chocolate waren einfach köstlich. Ein gutes Buch, einen griechischen Kaffee und herrliche Aussicht auf das Meer - ein perfekter Nachmittag.
Den Tag haben wir dann viel später in der Taverne am Strand von Meloi ausklingen lassen.


Am nächsten Tag ging es zum Frauenkloster Evagelismos.