Die Klöster

 
Das Johanneskloster (Bericht von 2009) oben in der Hora ist der Anziehungspunkt von Patmos. Jedes Mal, wenn wir auf Patmos sind, besuchen wir auch das Kloster. Öffnungszeiten von Montag bis Samstag 8.00 Uhr bis 13.30 Uhr und Dienstag, Donnerstag und Samstag zusätzlich von 16.00 Uhr bis 19.00 Uhr. Preis für Eintritt und Museum 4,00 Euro.
Bei unserer Ankunft im Kloster ist es fast leer, aber innerhalb kürzester Zeit wird die klösterliche Ruhe durch eine Busgruppe Griechen beendet. Lärmend und drängelnd stürmen sie die Kirche im Innenhof. Es wird trotz ausdrücklichem Verbot im Inneren der Kirche fotografiert. Der Lärmpegel steigt um ein Vielfaches.
Seltsamerweise ist das Interesse der Busgruppe an einer längeren Besichtigung schnell verflogen und so kehrt innerhalb kürzester Zeit wieder klösterliche Ruhe ein.
Wir gehen die Stufen hinauf zum Kloster Museum um die Schatzkammer zu besichtigen. Vor dem Museum befindet sich auf der linken Seite die Backstube mit einem Backtrog aus der Zeit um 1100.
Im Kloster Museum werden auf zwei Etagen wertvolle Ikonen, Gewänder, Weihkreuze, Bischofsstäbe, diverse Schmuckstücke, sehr viele Bücher aus dem Besitz des Klosters und die kaiserliche Stiftungsurkunde von 1088 ausgestellt. Das Museum bewahrt ein interessantes Stück Zeitgeschichte.
Auf der oberen Ebene des Klosters hatten wir bei strahlendem Sonnenschein einen schönen Blick auf die Glockentürme und den Klosterinnenhof.
 
Das Nonnenkloster Zoodóou Pigis in der Chora wurde 1607 gegründet und 1615 dem Johanneskloster unterstellt. Es ist montags bis samstags von 9.00 bis 13.30 Uhr und Di/Do./Sa. von 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 3 Euro für das kleine Museum. Das Kloster ist von hohen weißen Mauern umgeben und liegt ein Stück hinter der Platia Lóza. Im Kloster gibt es drei  Kirchen und ein kleines Museum.
 
Zum Kloster Evangelismós (Bericht von 2009) läuft man von der Chora aus in ca. 20 Minuten.
Das Kloster ist normalerweise ab neun Uhr morgens geöffnet. Ein Kleid für die Frauen und lange Hosen für den Herrn sind aber Vorschrift. Als wir kurz nach neun Uhr eintreffen, wird im Klosterhof noch fleißig gekehrt und aufgeräumt. Wir stehen etwas unschlüssig herum - ist doch noch nicht geöffnet ? Doch - sie winken uns freundlich heran und wir dürfen die Kirche besichtigen. Die Wandmalereien in der Klosterkirche sind sehr schön, die Nonnen sind bekannt für Ikonenmalkunst.
Hier hinter den Klostermauern ist alles ein wenig herausgeputzter und prunkvoller als im eher ärmlichen Kloster Zoodóchou Pigis in der Chora. Außer uns hat noch niemand heute morgen den Weg zum Kloster gefunden und so schlendern wir durch den schönen Klostergarten und genießen im hinteren Teil des Klosters die schöne Aussicht auf die Ägäis. Auch, wenn man kein besonders religiöser Mensch ist, sind die Klöster in Griechenland immer eine Oase der Ruhe abseits vom Lärm unserer Großstadt daheim.