Paros 2014

 

Mit der Blue Star Naxos landeten wir am frühen Morgen auf Paros und wurden in Parikia von Clemens und Rosi abgeholt. Mit dem Mietwagen ging es dreißig Minuten Richtung Golden Beach, wo wir oben am Hang unser kleines Feriendomizil bezogen. Traumhafter Blick aufs Meer - wir waren begeistert.
Nachdem wir die Koffer ausgepackt hatten, gab es bei Rosi und Clemens noch einen kleinen "Willkommenssnack" ("lieber Clemens das war stark untertrieben" ;-) Es war eine tolle Auswahl an griechischen Speisen, gemischt mit interessanten Infos über Paros. Später machten wir uns noch auf den Weg nach Logaras und spazierten von dort nach Pisso Livadi. Dort stellten wir fest, das wir im Bezug auf unsere Unterkunft die weit bessere Wahl getroffen hatten. Immerhin gab es in Pisso Livadi einige gut besuchte Tavernen mit einem großen Angebot an Tintenfischen.
Am späten Nachmittag fuhren wir an den Lolandónis Beach, der uns zum Baden sehr gut gefallen hat. Auf dem Rückweg ging es nach Drios. Der kleine Ort ist bei älteren Urlaubern sehr beliebt und die Tavernen sind nicht nur am Abend gut besucht.  Vor einer kleinen Bar an der Paralia befindet sich ein antikes Trockendock. Dort hat man früher die Schiffe repariert. Getestet haben wir die Tavernen To Kyma und Markakis. In beiden war das Essen gut und preislich im Rahmen.
 
Parikia

 

Am nächsten Morgen war am Hafen von Parikia ziemlich viel los. Mit einem großes Tankschiff kamen auch gleich die Benzinlaster mit auf die Insel. Ein großes Fischerboot lud seine Ladung ab und die Männer reagierten nach einiger Zeit ziemlich genervt auf die fotografierwütigen Touristen und hängten eine große blaue Plane auf, hinter der sie dann in Ruhe ihrer Arbeit nachgehen konnten. Mein Foto habe ich erst später gemacht. Auf einem weiteren Tankschiff wurde das Rettungsboot von einer Prüfungskommission begutachtet. An der kleinen Kirche auf der Paralia und den Obst- und Gemüseständen war es dann schon viel ruhiger.
Noch ruhiger und entspannter war es im alten Ortsteil von Parikia ("Kastro-Viertel"). Rund um den Kastro-Hügel vereinigen sich Baustile aus verschiedenen Epochen. Auf der Spitze des Kastro-Hügels steht die romantische Doppelkapelle Agios Konstantinos und Evangelistrias. Von der offenen Vorhalle aus hat man einen wunderbaren Meeresblick.


Geht man wieder Richtung Market Street findet man den Festungsturm und Teile der Mauer des fränkischen Kastro. Er wurde im 13. Jh. n. Chr. unübersehbar aus den antiken Marmorblöcken und Säulenresten des Tempels der Athena erbaut und ist noch sehr gut erhalten.
Die Altstadt mit den engen Gässchen, malerischen Durchgängen, den schönen weiß getünchten Häusern und den vielen blühenden Pflanzen ist wunderschön. Auf der Market Street befinden sich außerdem viele interessante Läden, Cafés, Tavernen und Bars.


Ein idyllisches Plätzchen findet man unter dem großen Baum  vom Cafe Distrato. Hier lässt es sich bei einem Frappé oder griechischem Kaffee aushalten und man kann ungestört die vorbeiflanierenden Menschen beobachten.
 
Die Panagia Ekatontapiliani, die Kirche der "hundert Türen", ist für mich die beeindruckendste Kirche, die ich bisher in Griechenland gesehen habe (ausgenommen die Meteoraklöster, die einfach unbeschreiblich sind). Man sagt, dass Helena, die Mutter des römischen Kaisers Konstantin, auf einer Pilgerreise ins heilige Land auf Paros Halt machte und den Bau der Kirche veranlasste. Ungeklärt ist, wie es zum Namen der Kirche gekommen ist, da sie in Wirklichkeit keine hundert Tore und Türen hat.


Schon das Hauptschiff der Kirche mit den imposanten Marmorsäulen ist überwältigend. Die Kirche besteht aus zwei weiteren angebauten Kapellen. Auf der linken Seite befindet sich die St. Nikolaus Kapelle und auf der rechten Seite die Kapelle von zwei weiteren Heiligen. Eine Besonderheit ist das im Baptisterium befindliche kreuzförmige Taufbecken.
Man sollte sich auch unbedingt das kleine byzantinische Museum rechts auf dem Vorhof vor der Kirche ansehen. Die Eintrittskarte für zwei Euro gilt auch für die Empore der Hauptkirche. Viele Leute haben gar nicht mitbekommen, dass dort eine weitere Besichtigung möglich ist, da der Zugang am Museum vorbei führt und links etwas versteckt eine Treppe oben auf die Empore der großen Kirche führt.
Oben von der Empore ergeben sich wunderbare Blickwinkel in das imposante Gotteshaus. Interessant ist es, von oben in den Altarraum  und hinter die Ikonostasen zu sehen. Den Bereich des Bischofsthrons kann man von hier oben besonders gut einsehen.

 

Wir hatten an diesem Tag Glück und waren dort oben ganz alleine. Die entspannte Ruhe und die vielen Einblicke in die Kirchenwelt hinterlässt auch bei nicht Kirchengängern einen bleibenden Eindruck.

 

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