Nisyros 2016

 

...und jährlich grüßt das Murmeltier - die Blue Star zog es vor, mal wieder zu streiken. So verließen wir Tilos einen Tag früher als geplant und fuhren mit der Dodekanisos Pride, die zum Glück nicht streikte, nach Nisyros.

 

Schon vom Schiff aus bot sich ein wunderschöner Blick auf die kleine Vulkaninsel. Pastellfarbene Häuser und oben auf der Klippe die Johanniterburg mit dem Kloster Panagia Spiliani. Unsere Unterkunft für die nächsten Tage hatten wir sofort im Blick, aber genauso die zahlreichen Ausflugsboote und das kleine Fährschiff Panagia Spiliani, das jeden Tag zwischen Nisyros und Kos unterwegs ist.
Wir machten uns auf den kurzen Weg zu unserer Unterkunft. Die Zimmer im Romantzo sind klein und wirken leider durch die dunkle Holzvertäfelung und die dunklen Möbel noch kleiner. Der Ausblick von der oberen Terrasse ist toll und abends kann man dort sehr schön sitzen. Das Hotel bemüht sich sehr um seine Gäste, das Frühstück war gut und reichhaltig.

Mandraki

In direkter Hafennähe hängt ein Begrüßungs-/ bzw. Warnschild, das wir später nochmals in mehreren Sprachen an der Küstenstraße wiederfinden. Zahlreiche Tavernen direkt in Hafennähe - die Speisekarten nicht nur in russischer Sprache. Wir wundern uns etwas und hoffen, das es nicht schlimmer wird. Auf der linken Seite sieht es aus, als hätte man ein paar Töpfe und Teller an den Erdhang drapiert. Das Schild klärt uns auf - scheint eine seltsame Insel zu sein, dieses Nisyros.
 
Entlang der Küstenstraße ein Souvenirshop neben dem Anderen. Kitsch in allen Variationen - wer kauft so ein Zeug? Sobald wir die Uferstraße verlassen, finden wir jedoch in den Gassen nette Läden mit hübschen Sachen. Vorbei am Rathaus kommen wir zum schönsten Platz von Mandraki. Die Platia Ilikiomeni - hier gibt es mehrere Tavernen und man sitzt unter einem riesigen Gummibaum, der schon in den 60er Jahren gepflanzt worden sein soll. Die übergroßen grünen Netze unter dem Baum mindern etwas das Flair des Platzes, aber sie schützen vor unerwünschten Einlagen auf den Tellern.
Jetzt in der Mittagszeit ist es ruhig in den kleinen Gassen von Mandraki. Hier entfaltet sich der Charme des kleinen Ortes. Kleine Plätze geschmückt mit Kieselmosaiken und schmale Häuser, deren Stufen mit hübschen Kieselsteinmotiven verziert sind. Davor stehen Bänke oder Stühle und zahlreiche Blumenkübel mit allerlei Blühendem. Die Wäsche hängt zum Trocknen quer über der Gasse, schlafende Katzen und spätestens jetzt fühlen wir uns schon etwas heimisch auf der Insel.
Wir spazieren noch ein wenig weiter zur byzantinischen Marienkirche, die unterhalb des Kastrofelsens steht. Die Panagia Katholiki ist aus dem 14. Jahrhundert und fiel uns durch das hübsche Glockentürmchen auf. Auf einem 35 Meter hohen Lavafelsen thronen die Ritterburg und das Marienkloster, die wir uns am nächsten Tag etwas genauer ansehen werden. Unterhalb des Felsens ist ein kleiner schwarzer Steinstrand. Entlang der Wasserfront machen wir uns vorbei an zahlreichen Tavernen und Cafés auf den Rückweg. Ein nettes Café lässt uns dann aber doch noch einen Zwischenstopp einlegen. Kaffee und frischgepresster Orangensaft - hier sitzt man mit Blick auf die Meereswellen. Es lohnt sich, auch einen Blick in das Café mit der alten Ölpresse und anderen Gerätschaften zu werfen.
Bei zunehmendem Wind machen wir uns einige Zeit später auf den Rückweg. Wir entdecken noch den kleinen Stadtstrand. Das ist zwar ein Sandstrand, aber die Lage finden wir nicht so ideal.
 
Am Abend werden wir die Tavernen an der Platia Ilikiomeni testen.

 

Hier geht es weiter zum nächsten Tag - Mandraki und seine Sehenswürdigkeiten.