Naxos Stadt

 

In der "Zeit" erschien im vergangenen Jahr ein Artikel über Naxos, mit folgendem Wortlaut: "Wer die Kykladeninsel Naxos einmal ins Herz geschlossen hat, kehrt immer wieder zurück......."Naja - da warten wir mal ab, ob wir das nach 2 Wochen bestätigen können.
Am Vormittag ist es an der sonst so betriebsamen Hafenpromenade noch sehr ruhig. Die schönen Segelschiffe dümpeln vor sich hin und die Highspeed 4 hat die ersten morgendlichen Touristen schon von Bord gelassen. Ein paar Autos warten auf die nächste Autofähre und die Zimmeranbieter lauern auf neue Gäste. Spätestens am Abend wird der aufgereihte Tintenfisch auf irgend einem Grill landen.
Auf der Paralia reihen sich Souvenirshops, Cafés und Tavernen aneinander. Es ist noch keine Mittagszeit und so werden wir von den "Einfängern" verschont. Obwohl es entlang der Paralia sehr touristisch ist, muß man aber trotzdem erwähnen, dass es ein paar sehr gute Tavernen mit ausgezeichnetem Essen gibt.
Das Tempeltor Portára hatten wir schon auf vielen Fotos gesehen und so pilgerten wir den Hügel hinauf, um uns dieses gewaltige sechs Meter hohe Marmortor aus der Nähe anzusehen. Das Wahrzeichen von Naxos, früherer Bestandteil eines antiken Tempels, ist wirklich sehr beeindruckend.


Das Café Lotto ist schon kurios. Auf der einen Seite Annahmestelle um Lotto zu spielen, einen Kaffee zu trinken und gleichzeitig Restaurant. Spezialität Kartoffeln, wobei das Omelett mit Kartoffeln, Zwiebeln, Eiern, Schinken, Tomaten und Käse eher für Brummifahrer mit großem Hunger gedacht sein muß.
Im Labyrinth der Altstadt mit den engen Gassen, Torbögen und verwinkelten Ecken kann man sich anfänglich schon verlaufen. In der Old Market Street gibt es unzählige Souvenir- und Kunsthandwerksläden, eine Vielzahl von kleinen urigen Tavernen, so daß einem die Auswahl schwer fällt. Eine unserer Lieblingstavernen war das Metaxý mas, weil das Angebot und die Qualität diverser Mezédes mehr als ein "sehr gut" verdient. In dem auch bei Einheimischen sehr beliebten Lokal empfiehlt sich für abends eine Reservierung.
Das urige Naxos Café haben wir im Gewirr der vielen Gassen auch nur durch Zufall gefunden. Das gemalte Café-Schild sowie noch ein paar hübsche Schilder bereichern nun meine Fotosammlung.
Über verschlungene Gassen und Treppenwege kamen wir zum Kastroviertel mit seiner venezianischen Burg, die wir durch das nördliche Burgtor betraten. Dort befindet sich  auch ein Museum, das wir aber nicht besichtigt haben. Das Kastro als solches wird immer noch von einer italienischen Adelsfamilie bewohnt. Im Kastrobereich befindet sich auch noch eine katholische Kathedrale.
In einem früheren Jesuitenkloster befindet sich heute ein sehr interessantes archäologisches Museum. Leider sind die Fundstücke, Keramiken und Schmuckstücke aus verschiedenen Zeitepochen etwas lieblos in diversen Vitrinen zusammengestellt. Der Besuch lohnt sich trotzdem, da wir hier Objekte entdeckt haben, die wir bisher noch nicht in griechischen Inselmuseen gefunden haben. Auf der Terrasse liegt ein gut erhaltenes Mosaik aus hellenistischer Zeit.
Das schönste Geschäft und mein absoluter Naxos Favorit befindet sich an der Papavasiliou Straße. Hier gibt es nicht nur leckeren Käse, Oliven, Honig, sondern eine unzählige Auswahl von Gewürzen und Tees. Der Duft der Gewürze begleitet einen in kleinen Tütchen nach Hause.

 

Hier geht es weiter durch das Inselzentrum.