Naxos 2013

Im Juni flohen wir mit Germanwings aus dem naßkalten Köln zuerst nach Santorin. Durch die glückliche Umstellung der Flugzeiten landeten wir schon um 9 Uhr auf Santorin. Dank eines günstigen Mietwagens konnten wir den Tag bis zu unserer Weiterreise nach Anafi, am frühen Abend, gut überbrücken. Nach einer wunderschönen und entspannten Woche auf Anafi ging es weiter nach Naxos. Die von allen Seiten hochgelobte Insel mußte man wohl unbedingt mal besuchen.


Nach dem kleinen beschaulichen Anafi war die Touristenschwemme auf der größten Insel der Kykladen erst mal ein Schock.
Unsere Vermieter warteten schon am Hafen auf uns. Das Gepäck wurde schnell verladen und ab ging es in ruhigere Gefilde Richtung Plaka Strand. Unser Studio im Valena Mare war überraschend geräumig, mit einem großen Duschbad in griechisch blau und gefiel uns sehr. Von unserer Unterkunft führte ein Fußweg in 5 Minuten zum ruhigen Bereich des hinteren Plakastrandes.
Am ersten Abend haben wir es noch bis Mikri Vigla in die Taverne Kontos geschafft und haben dort den Abend auf der Terrasse bei gutem Essen und einem Glas Wein ausklingen lassen.

 

Am nächsten Tag ging es auf Inselerkundung. Nicht weit von Naxos Stadt liegt das nicht zu besichtigende Kloster Chrisostómas, ein früherer venezianischer Pirgos. In unmittelbarer Nähe liegt die hübsche weiße Kirche Ágios Ioánnis. Von oben hat man einen schönen Blick auf Naxos Stadt und das Tempeltor.


Ein kleiner Zwischenstopp in Engarés mit den drei schönen nebeneinanderliegenden Kirchen.
Die Straße führt weiter um einen künstlich angelegten Stausee, einer der Wasserspeicher der Insel, zum Moni Faneromeni. Das Kloster schien bewohnt, aber hereinlassen wollte uns niemand.
Unweit des Dorfes Agía steht einer der zahlreichen Wohntürme (Pirgos Agia) von Naxos.
Wir erreichten die Nordspitze von Naxos und kamen zur Mittagszeit im Fischerdorf Apóllonas an. Es gibt zahlreiche Tavernen, aber wir folgten nicht dem Herdentrieb in die Taverne Apollon mit der für Touristen schön gedruckten Speisekarte, sondern ließen uns in der Taverne Delfinaki bei einem älteren Ehepaar nieder. Wir sollten es nicht bereuen. Das Essen war sehr lecker.
Von der Kirche mit der blauen Kuppel am Hafen führt ein Fußweg hinauf zur Straße, die nach Órmos Abrámi führt. Oberhalb dieser Straße liegt ein ca. 3000 Jahre alter Koúros. Der männliche Steinkoloss, der angeblich den Gott Dionysos darstellen sollte, ist ungefähr 10-11 Meter lang. Echt beeindruckend.
Weiter ging es auf der landschaftlich schöneren Strecke nach Koronída. Begleitet wurden wir von unzähligen blühenden gelben Ginsterbüschen entlang der Hangseite. Wunderschön anzusehen und der Duft war unbeschreiblich. Koronída ist ein Hangdorf mit würfelartigen Häusern und einer großen Kirche. Es lohnt sich auf jeden Fall, diesen Umweg (die in Skai Maps grün gekennzeichnete Straße geht vor Mesi rechts ab) zu fahren, um nach Koronos zu gelangen.
Das an einem Hang liegende Dorf Kóronos mit seinen vielen Treppen gehört mit zu den schönsten Dörfern der Insel. Bis vor 25 Jahren lebten die Bewohner noch vom Schmirgelabbau. Fraglich ist, ob heute in der alten Dorfschmiede noch gearbeitet wird. Durch die engen Gassen führt der Weg in den unteren Ortskern, wo sich die gemütliche Taverne I Plátsa mit Terrasse befindet. Leider hatte sich dort eine Wandergruppe lautstark niedergelassen, was die wunderschöne Atmosphäre leider zerstörte. Wir ergriffen die Flucht.

 

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