Agios Varlaám

 

Das Kloster liegt abenteuerlich durch einen tiefen Abgrund vom Nachbarkloster Metamórphosis getrennt. Zu unserem Erstaunen waren wir an diesem Morgen die ersten Besucher. Ein junger Mönch kehrte noch den Fußboden in der Kirche. In Ruhe konnten wir uns die Wandgemälde ansehen, merkten aber, dass er uns beobachtete. Mit Eimer und Besen kam er auf uns zu und fragte uns nach unserem Herkunftsland. Wir sagten ihm, dass wir aus Deutschland kommen. Hastig verschwand er, da plötzlich ein älterer Mönch in die Kirche kam. Dieser fragte uns in deutscher Sprache nach unseren Eintrittkarten. Ob er gelauscht hatte? Natürlich kam nun die Frage, wo wir in Deutschland leben. Köln kannte er – kein Wunder – schließlich ist der Kölner Dom überall bekannt. Wir unterhielten uns noch eine Weile, bis leider die nächsten Besucher in die Kirche kamen und er die Eintrittskarten kontrollieren musste. Auch in diesem Kloster gab es wieder einiges zu entdecken. In einem Raum neben der Küche stand ein ganz besonderes Stück: Ein 13.000 Liter fassendes Weinfass aus dem 16. Jahrhundert. Im Museum gab es nicht nur Exponate aus dem 11. bis 16. Jahrhundert in griechischer, sondern auch in englischer und französischer Sprache. Besonders sehenswert ist der mit Ikonen geschmückte und vergoldete Predigtstuhl und der Bischofsthron.

 

Beobachten konnten wir an diesem Morgen auch wie die alte Winde des Klosters zur Beförderung von Baumaterial genutzt wurde. Früher überwanden die Bewohner und auch die Versorgungsgüter einiger Klöster die Höhe in an Seilwinden befestigten Körben die nach oben gezogen wurden. Auch in diesem Kloster haben wir viel Zeit verbracht, und auf einem der schön angelegten Sitzplätze die wunderbare Aussicht und die Sonne genossen.

 

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