Quer über die Insel

 

Platy

 

Bei leicht bewölktem Himmel machten wir uns am Morgen auf, die Insel zu erkunden. Platy liegt nur drei Kilometer von Myrina entfernt und hat einen schönen Sandstrand, der sich auf 700 Meter erstreckt. Das beschauliche Dorf liegt etwas oberhalb auf einem Hügel und ist mit seinem zweigeteilten Dorfplatz noch sehr ursprünglich.

 

Thanos

 

Ein paar Kilometer weiter kommt man nach Thanos. Das hübsche Dorf wirkt wie an den Berg gelehnt. Die große Kirche Agia Paraskevi ragt schon von weitem aus dem Ort hervor. Das Backhaus sah aus, als würde hier noch fleissig Brot gebacken. Eine gut ausgebaute Straße führt hinab zum sehr langen und sehr breiten Sandstrand von Thanos. Das Wasser ist sauber und flach, ideal auch für Kinder. Die Strandbar und die Tavernen waren leider schon geschlossen.

 

Kontias

 

Kontias war früher das größte Dorf auf der Insel und besteht aus einem alten und einem neuen Dorfteil. Die mit 832.000 Euro restaurierten Windmühlen ragen auf gebirgigem Lavagestein am Rand des Dorfes hervor und sind schon von weitem zu sehen. Die schöne Kirche im Dorf sollte man sich unbedingt anschauen, der junge Pope ist sehr freundlich und schließt gerne die Türe auf. Beim Bäcker an der Ecke, dort wo der kleine Platz mit dem Kinderspielplatz ist, gibt es die besten Spanakopita der Insel.

 

Nea Koutali

 

Der Küstenort Nea Koutali ist ziemlich reizlos, aber die nette Cafébar am Hafen lädt ein zum Zwischenstopp. Man sitzt gemütlich mit Blick auf das Meer oder beobachtet die vorbeilaufenden Esel samt Reiter.

 

Entlang der Ostküste liegt der Meerwassersee Aliki, der nur durch eine schmale Landzunge vom Meer getrennt ist. Im September war der See vollständig ausgetrocknet und mit einer Salzschicht überzogen. Der See ist ein ausgezeichneter Rastplatz für Zugvögel und man findet hier die größte saisonale Ansammlung von Flamingos in Griechenland.

 

Der Hephaistos

 

Der Hephaistos an der nordöstlichen Seite der Insel war die größte und bedeutendste Stadt in der Antike. Hephaistia wurde nach dem Gott des Feuers und der Metallverarbeitung Hephaistos benannt. Am Eingang wird man von einem vierbeinigen Aufpasser begrüßt, aber es gibt auch eine Informationsbroschüre. Geöffnet ist von 9.00 Uhr bis 15.00 Uhr. (montags geschlossen) Die Reste eines Amphipientheater wurden mittlerweile nachkonstruiert, ausserdem findet man noch Überreste eines Tempels und verschiedene Überreste von hellenistischen Häusern.

 

Der Tempel von Kaveirion

 

Die Ausgrabungsstätte des Kabirenheiligtums befindet sich gegenüber der Halbinsel Chloi, auf der die antike Stadt Hephaistia liegt. Das Heiligtum diente der Verehrung der Götter Kaviri, mythischen Göttern der nördlichen Ägäis. Die genaue geschichtliche Einordnung fällt auch heute noch schwer, da außer einigen Säulenresten und wenigen Grundmauern nichts geblieben ist. Man geht von einer Gründung im 6./7. Jahrhundert vor Christi aus, zu Ehren der thrakischen Aphrodite.
Die Strecke von Kontopuli (und auch der Abzweig nach Kaviri) bis Plaka ist als landschaftliche schöne Strecke gekennzeichnet. Wald sucht man auf der Insel vergeblich, es gibt hauptsächlich landwirtschaftliche Flächen und Weideland. Die verfallenen Häuser auf dieser Stecke waren bei näherem Hinsehen teilweise noch bewohnt.

 

Plaka ist das nördlichste Dorf der Insel. Das Volkskundemuseum in der Nähe des Dorfplatzes war früher ein traditionelles Wohnhaus. Besucher können dort alte Küchengeräte, Möbelstücke, Handarbeiten und Kleidung aus vergangenen Jahren betrachten. Ausser der imposanten Kirche findet man viele schöne alte Häuser mit interessanten Verzierungen und in den Gärten stehen Pistazien- und Mandelbäume.

 

Die kleine Kirche Agios Haralambos liegt ausserhalb von Plaka ganz im Norden der Insel. Der Wallfahrtsort wird am 23./24. August von vielen Pilger zur jährlich stattfindenden Kirchweihe besucht. Die Kirche verfügt über restaurierte Zellen, in denen die Wallfahrer übernachten können. Direkt am Meer soll es eine heilige Quelle geben, mit deren Wasser viele Wunder verbunden werden. Es ist ein sehr schöner Platz, der auch eine gewisse Ruhe ausstrahlt.

 

 

Tavernentipp:

 

In der Taverne Korali in Kotsinas bekommt man mittags und abends gute griechische Küche.



Hier geht es weiter auf die östliche Halbinsel.