Kimolos 2009

 

Ursprünglich hatten wir ein paar Tage auf der kleinen Insel Kimolos eingeplant, aber da wir uns von Milos nicht losreißen konnten, blieb es bei einem Tagesausflug. Wir starteten am Morgen vom Hafen in Pollonia mit der Fähre Richtung Kimolos. Mit an Bord ein Polizeiauto und sechs Polizisten. Uns stellte sich schon die Frage: "Fahren sie auf die Insel um jemanden abzuholen oder sollte das ein Betriebsausflug werden?"
Nach knapp einer halben Stunde Fahrt näherten wir uns mit Blick auf die Chora der Hafenbucht Psàthi. Wir und das Polizeiaufgebot verliessen das Schiff.
Vom Hafen liefen wir den Fußweg hinauf zur Chora. Zuerst schauten wir uns am Ortseingang die Panagia Odigitrias, die wir schon vom Schiff aus gesehen hatten, an. Als wir aus der Kirche herauskamen, fiel unser Blick auf dieses einladende "Café" in luftiger Höhe. Leider hatte es an diesem Tag geschlossen :-)
Gemütlich schlenderten wir durch die Gassen und freuten uns, das wenigstens ein Café und ein Souvenirladen, mit allerlei skurillen Dingen, geöffnet hatte.
Nach einem Kafedaki in der Morgensonne besichtigten wir das halb verfallene Kastro, eine mittelalterliche Burgsiedlung, die im 13. Jh. von den Venezianern gebaut wurde. Im 16. und 17. Jh. suchten die Bewohner der Insel im Kastro Schutz vor den Piraten. Interessant fanden wir, daß die Türen und Fenster nach innen aufgingen. Hinter dem Kastro stehen ein paar alte Windmühlen. Ob diese auch irgendwann wieder restauriert werden ?
Wir bummelten noch ein wenig durch die ruhigen Gassen von Kimolos. Außer ein paar spielenden Kindern, einigen ängstlichen Katzen und einem freundlichen Vogelliebhaber begegnete uns niemand. Hier war die Saison schon vorbei und man schien sich auf den Winterschlaf vorzubereiten.

 

Unser Blick fiel auf diese Bodenmalerei - ein Herz für Kimolos - eine Insel nicht nur für einen Tagesausflug.

 

Irgendwann kommen auch wir zurück.