Spóa

 
 
Inmitten zahlreicher grünen Terrassen leuchtet schon von weitem die weiße Kirche von Spóa mit ihren roten Dächern. Idylle pur, wie wir später feststellen.
200 Einwohner, zwei Kafenions und eine Taverne hat das gepflegte kleine Dorf. Direkt am Ortseingang gegenüber der Taverne sitzen schon am Vormittag die Kinder und schauen gebannt auf ein Handy. In Griechenland haben die Ferien angefangen.
Hier auf knapp 500 Meter Höhe scheint das Klima besonders gut zu sein, denn nicht nur die Zitronenbäume tragen unzählige Früchte. Unser Blick fällt auf das etwas tiefer liegende Waschhaus des Dorfes. Ein paar Frauen kommen mit Körben die Stufen hinauf. Keine Wäsche - in den Körben liegen Aprikosen, die mir auch ein kleines Mädchen anbietet. Wir werden freundlich begrüßt und gehen hinab, um uns den Waschplatz aus der Nähe anzusehen.
Die schon aus der Ferne sichtbare Pfarrkirche Àgios Geórgios ist auch aus der Nähe recht anschaulich. Auffällig ist nicht nur die kunstvoll geschnitzte Kirchentür mit dem Drachentöter, sondern auch das in einem Schaukasten ausgestellte kleine Kunstwerk aus Spitze.
 
Wir durchstreifen die engen Gassen des terrassenförmig angelegten Dorfes, als uns plötzlich eine Frau von einem der zahlreichen oberhalb liegenden Balkone fragt, ob wir Kaffee oder etwas anderes trinken möchten. Etwas irritiert schauen wir nach oben. Als wir aber von der Gasse auf die Querstraße kommen, stehen wir vor dem Kafeníon Mesará. Das Kafenion hat nach hinten eine Terrasse über drei Ebenen und von dort hatte Roúla uns zugerufen. Wir ließen uns auf der netten Terrasse einen frisch gepressten Orangensaft schmecken. Das Kafenion ist auch innen gemütlich eingerichtet, aber der offene Kamin mit der Hirschtrophäe ist schon sehr schräg.

Ágios Nikólaos

 
Wir fahren von Spóa die Serpentinenstraße hinunter nach Àgios Nikólaos. Schon auf unserer Hinfahrt nach Diafani war uns der kleine Hafen mit seinen beiden Badebuchten aufgefallen, hier wollten wir schwimmen gehen.
 
Am Strand stehen Liegestühle und Sonnenschirme. Wir haben kaum unsere Badetasche abgelegt, als schon ein alter Mann aus der hinter uns liegenden Taverne angestürmt kommt. Sechs Euro will er kassieren und gleich gibt es eine lautstarke Auseinandersetzung mit dem griechischen Paar neben uns. Sie wollten die Gebühr nicht zahlen, da sie in der Taverne zu Mittag essen und auch jetzt schon Getränke gekauft hätten. In Diafani war es üblich, das man am Strand nichts bezahlt, wenn man in der dazugehörigen Taverne isst. Der alte Mann war unerbittlich und bestand auf seine sechs Euro, die dann mit lautem Geschrei von der Griechin bezahlt wurde.
Naja - wenn dann sonst hier nix los ist :-)

 

 
Das Essen in der Taverne war bis auf den Salat aus Kapernblätter nicht berauschend. Im Vergleich zu anderen Tavernen waren die Portionen recht klein und lagen preislich auch höher.
Der Strand und das glasklare Wasser, das zwar das Kälteste auf der Insel war, lohnen auf jeden Fall nach Àgios Nikólaos zu fahren.

Die Àpella-Bucht

 
Die Àpella Bucht gilt als der schönste Strand der Insel. Die Anzahl der Liegestühle und Sonnenschirme ist im Juni schon beachtlich und trotzdem findet man an dem langen Kies-/Sandstrand immer noch ein ruhiges Plätzchen.
Wir haben meist den hinteren Teil der ovalen Bucht bevorzugt, da es dort auch ein paar Schattenplätze gibt. Der kleine Nachteil ist, das hier zwischen 13.00 und 14.00 auch zwei Touristenboote aus Pigadia anlegen. Zum Glück orientierten sich die Ankommenden zum Abschnitt mit Liegestühlen und Sonnenschirmen.
Mit von Bord kommt auch ein kleiner Hund, der hier seine Hundefreundin aus der Strandtaverne besucht.  Irgendwann hat er genug von ihr und kehrt zurück zum Schiff. Da die Schiffsleiter während der Anlegepause aber hochgezogen wurde, geht es für ihn ab in den Eimer und hinauf auf das Boot.
Oberhalb der Bucht liegt etwas zurückgesetzt an der Straße die Höhlenkirche Ágios Loukás aus der byzantinischen Zeit. Dort haben wir auch die erste Schlange auf der Insel gesehen. Man sollte also etwas vorsichtig sein, wenn man sich die alten Fresken im Inneren ansehen möchte.

Kirá Panagiá

 
An der Ostküste befindet sich das beliebte Postkartenmotiv der Insel. Zwischen hohen Felsen und Kiefernwäldern liegt die idyllische Sand-/Kiesbucht.
Die Marienkapelle mit ihrer roten Kuppel steht etwas erhöht südlich der Bucht an einer Felswand. Seitlich der Kapelle führen Stufen hinauf zur Pension Akrópolis. Die Pension mit Taverne hat eine große Panoramaterrasse, von der man unvergleichbare Ausblicke genießen kann. Auch die schönen Zimmer haben alle eine tolle Aussicht, aber dafür sind auch 70 bis 80 Euro zu zahlen.
Innen hat die Marienkirche nichts Besonderes zu bieten, aber Kirá Panagiá mit der Felsenbucht, den kleinen Fischerbooten und dem tiefblauen Meer hat schon seinen besonderen Reiz.
 
 
Es geht nach Pigadia.