Piles - Othos - Agios Theodoros

 

 
Oberhalb des Bergdorfes Pilés befindet sich ein kleines Freilichtmuseum. Auf dem in Terrassen angelegten Museum stehen neben einigen Tieren (Hühner, Ziegen, Esel und Hund) ein alter Dreschplatz, eine Windmühle und ein Bauernhaus.
Im Inneren des Bauernhauses spiegelt sich das Leben der Menschen in früheren Zeiten wieder. Man kann verschiedene Gerätschaften und auch einige Einrichtungsgegenstände besichtigen. Die alte Mühle steht etwas erhöht auf einem Hang. Auch hier steht die Tür offen, um das Mahlwerk, verschiedene Mahlsteine und den alten Backofen anzusehen.
 
Piles machte an diesem Tag einen völlig verschlafenen Eindruck auf uns. Wir haben keine Menschenseele in den verwinkelten Gassen entdeckt. Auffällig fanden wir, dass viele Häuser zwar einen sehr gepflegten Eindruck machten, dazwischen aber immer wieder Häuser zu finden sind, denen nur noch der matte Glanz vergangener Tage anhaftet.

 

Bei den blau bemalten Fenstern und Türen könnte man in Versuchung kommen, nach Farbe und Pinsel zu greifen und allem zu neuem Glanz zu verhelfen.

 

Unterhalb der Heiligkreuzkirche ist ein Brunnen mit verschiedenen hübschen Wandfliesen. Sein Wasser versorgt die grünen Gärten des Dorfes.

 

Weiter ging es durch die sehr abwechslungsreiche Landschaft von Karpathos nach Óthos. Mit 510 Meter ist Óthos das höchstgelegene Dorf der Insel. Hier hat man traumhafte Ausblicke auf Getreidefelder, Weinberge, Olivenbäume, kleine Kapellen und das Meer.
In der Taverne Mezzaria bekommt man zum Café auch leckere Desserts. Ein idealer Platz, um das Dorfgeschehen zu beobachten. Auch innen ist es
mit der großen gepolsterten Eckbank sehr gemütlich eingerichtet.
 
Später haben wir in der Dorfmitte die Kimissis-Kapelle mit dem interessanten Boden aus Meereskieseln besichtigt. Unterhalb der Kirche gibt es auch wieder eine Quelle, deren Wasser angeblich Heilkräfte haben soll. Früher haben hier die Frauen aus dem Dorf aber auch ganz banal ihre Wäsche gewaschen.
 
Mittlerweile war es doch ziemlich warm geworden und wir machten uns auf den Weg zurück in den Süden nach Agios Theódoros. Mehr als eine gute Taverne und eine kleine Kapelle gibt es hier nicht, aber unterhalb davon eine windgeschützte Bucht mit einem kleinen Sand-/Kiesstrand.
 
Später gab es für uns in der Taverne einen leckeren Salat und Makarounes, die mit gerösteten Zwiebeln und geriebenem Käse serviert werden. Eine karpathische Spezialität, die man auf jeden Fall probieren sollte.
Hier waren wir mehrmals essen und jedes Mal war es sehr lecker. Auch die gefüllten Zucciniblüten können wir empfehlen. Die Taverneninhaber sind sehr nett und hier stimmen auch die Preise.

 

Auf der Rückfahrt in das vier Kilometer entfernte Arkassa bot uns der Himmel ein Wolkenschauspiel in  goldfarbenem Licht.
 

 

Zurück in Arkassa wollten wir in der Stema Bar mit dem lustigen Besitzer noch ein Glas karpiotischen Wein trinken, aber auf dem Rückweg trafen wir nebenan in der Ouzeria unseren freundlichen Vermieter mit seiner Frau, der uns zum Wein einlud. Serviert wurde uns der Wein bei Vasilis und seiner Gattin Vasilia zu unserer Überraschung auf einem kölschen Reissdorf-Bierdeckel.

 

Am nächsten Tag wird gewandert.