Das Fischerdorf Kamini

 
Da größere Wanderungen aufgrund meiner hartnäckigen Erkältung nicht möglich waren, machten wir uns am nächsten Tag auf den Weg zum Fischerdorf Kamini.
Kamini liegt zwei Kilometer von Hydra Stadt entfernt und ein schöner Spazierweg führt vorbei an einer alten Windmühle und Felshängen mit blühenden Frühlingsblumen. Unterwegs findet man immer wieder Plätze zum Verweilen um die tolle Aussicht zu genießen. Beim näherem Hinsehen auch eine Treppe, die zu einer Badeplattform führt, die an diesem Tag repariert wurde. Kein schlechter Platz für die Badesaison, aber garantiert nicht mehr so einsam wie im März. Oberhalb des Weges noch eine Taverne, die dann bestimmt auch geöffnet ist.
 
Schon bald erreichten wir den Fischerhafen von Kamini, wo sich am Hang eine empfehlenswerte Taverne befindet, die auch schon geöffnet hatte.
Ein gepflasterter Weg mit schattigen Bäumen führt leicht aufwärts ins Dorf. Hier hat man das Gefühl, die Zeit ist stehengeblieben. Schöne alte Häuser, Orangen- und Zitronenbäume, ein älterer Mann auf seinem Esel und ein kleiner Lebensmittelladen. Mehr gab es nicht zu sehen, aber trotzdem irgendwie schön.

 

Ein paar Stufen hinauf und ein paar Stufen hinab und schon waren wir wieder oberhalb von Hydra Stadt. Von hier oben hat man einen schönen Blick über das Häusermeer von Hydra und den Hafenbereich. So entdeckten wir auch ein Lokal mit einer interessanten Dachterrasse.
Mehrere steile Treppen führten wieder hinunter in den Hafenbereich, aber wir schlenderten erst vorbei an einem blumengeschmückten Denkmal und einem seltsamen Gebäude, bis uns eine Gasse wieder hinab zum Hafen brachte.
Auf der Promenade befindet sich eine stattliche Anzahl von kleinen Geschäften, Tavernen und viele Cafés, die sonnige und auch schattige Plätze anbieten. Wir saßen morgens zum Kaffee und abends für ein Glas Wein gerne im Café Isalos direkt am Hafen.
 
An diesem Nachmittag hatten wir uns aber zur Abwechslung einen Platz in der Nähe des Marmordenkmales gesucht. Zahlreiche Cafés und Tavernen haben dort herausziehbare Sonnenschutzsegel. Irgendwie hakte an diesem Nachmittag ein Sonnensegel und mehrere Männer mühten sich zuerst wenig erfolgreich die Drahtseile neu zu spannen. Erst mit weiterer Verstärkung und den wenig hilfreichen und lachenden Kommentaren von einigen Anwohnern klappte es dann doch noch mit dem Sonnensegel.
 
Wir haben außer der Taverne Ostria noch die Taverne Piato direkt am Hafen ausprobiert. Freundlicher Service und auch das Essen war gut. Gestört hat uns im Piato leider der starke Geruch von Frittier-Fett, der durch das ganze Lokal zog.
Manna - Ethnic Street Food hört sich schon ein wenig seltsam an. Aus diesem Grund sind wir zunächst mehrmals daran vorbeigelaufen. Das kleine Lokal liegt direkt in einer Seitengasse linkerhand vom Hafen. Es gibt nicht die übliche griechische Küche, eher etwas mediterran und mexikanisch angehaucht, aber sehr lecker. Hübsche Inneneinrichtung und bei schönem Wetter auch Außenbestuhlung.
Am letzten Abend haben wir mit unseren Freunden dann noch in der Taverne Mekremydi (Kai Kremmidi) gegessen. Ein Stück weiter hinter der Taverne Manna auf der rechten Seite. Solides griechisches Essen und gute Preise.