Die Mitte und der Süd/Osten

 

Fährt man von Chora, der Hauptstadt von Chios, die Straße bergauf Richtung Avgónima, sollte man unbedingt einen Zwischenstopp am Kloster Ágios Márkos einlegen. Die Aussicht von dort oben ist einmalig schön und in dem kleinen Kloster selbst wird man freundlich empfangen.

 

Das Kloster Nea Moni, die wichtigste Sehenswürdigkeit von Chios, liegt ca. 15 Kilometer von Chora entfernt, geschützt in einer Talmulde auf 670 Meter Höhe, umringt von hohen Zypressen. Aufgrund ihrer Architektur und mit ihren Fresken, sowie der Ikonenmalerei gehört sie zu den bedeutendsten byzantinischen Kirchen Griechenlands.

 

Schon von weitem hat man einen guten Blick auf die Ruinen von Anávatos. Bevor Ende des 18. Jahrhunderts ein Erdbeben Anávatos zerstörte, muss dieses Dorf auf dem kegelförmigen Kliff einen imposanten Eindruck gemacht haben.


Da Anávatos zum Nationaldenkmal erklärt wurde, hat man teilweise wieder mit den Restaurierungsarbeiten begonnen. Im vorderen Teil des Dorfes, oberhalb der Taverne, sind ein paar Häuser auch noch bewohnt. Dort bieten die Dorfbewohner auch verschiedene Kräuter, eingelegte Pistazien, Oliven und selbstgemachte Marmelade zum Verkauf an.
Die Strecke von Anávatos nach Avgónima ist als landschaftlich besonders schön ausgewiesen. Man fährt entlang eine Felsenlandschaft mit Olivenbäumen und Pinienwälder ins Tal nach Avgónima. Das Dorf stammt aus dem 11. Jahrhundert und auch hier findet man wieder die klassische mittelalterliche Bauweise mit hohen Steinhäusern und engen Gassen. In der Taverne auf dem Dorfplatz gab es leckeren Ziegenbraten vom Grill zu einem sehr günstigen Preis.
Fährt man von Avgónima auf der landschaftlich schönen Strecke weiter Richtung Meer, erreicht man über gut befahrbare Serpentinenpisten  einige sehr schöne Badebuchten.

 

Wir hatten uns entschlossen, ein paar Tage länger als ursprünglich geplant, auf Chios zu bleiben. Da unsere Unterkunft im Kambos genau in der Einflugschneise des Flughafens lag und man nicht jeden Morgen das Gefühl haben möchte, dem Flugkapitän persönlich die Hand reichen zu können, entschlossen wir uns eine neue Unterkunft zu suchen.  Die Pension von Maria in Ermioni hat uns am besten gefallen. (Maria Rooms Ermioni)
Leider waren ihre Zimmer alle belegt und so hat uns die hilfsbereite Maria im Haus ihrer Schwiegereltern untergebracht.
In Agia Ermioni hatten wir endlich keinen Fluglärm mehr. Es gibt eine gute Auswahl an Tavernen, einen Badestrand, einen kleinen Fischerhafen und wenn man abends etwas mehr Unterhaltung möchte, kann man auch in 20 Minuten zu Fuß nach Karfas laufen.
Gegessen haben wir sehr gerne in der Taverne "The Twins" in Agia Fotini. Ob man nun Fisch, griechischen Salat, Käsebällchen oder anderes  bestellte - alles war sehr lecker. Außerdem gibt es dort einen hübschen Strand mit Liegen.

 

Das kleine Fischerdorf Kataraktis liegt umringt von schönen Olivenhainen an der Küste in östlicher Richtung. Hier gibt es auch einige gute Fischtavernen.

 

Wenn man von Katarràkis nach Kallimasia und von dort weiter in Richtung Armòlia fährt, auf halber Strecke nach Myrmigi abbiegt und von dort weiter in Richtung Exo Dhidhyma fährt, erreicht man über eine Schotterpiste die Panagia Sikelia. Wem das zu kompliziert ist, dem empfehle ich die Terrain Karte 328 von Chios ;-) Die auf einer Anhöhe stehende Kirche gehört mit zu den bedeutsamen byzantinischen Baudenkmalen von Chios. Man vermutet, das sie zwischen dem 12. und 13. Jahrhundert erbaut wurde und zu einem Kloster gehörte. Da ihr Baustil unterschiedliche Elemente aufweist, gilt sie als außergewöhnlich.

 

Einer der für uns schönsten Strände von Chios liegt bei Emborio. Man fährt auf der kleinen Küstenstraße mit ihren Tavernen entlang, (dort gibt es auch schon Parkplätze) biegt am Ende rechts ab und kommt so zu einem weiteren kleinen Parkplatz. Der Strand von Emborios besteht eigentlich aus drei großen Stränden (Emborio, Mavos Gialos und Foki) mit runden schwarzen Kieseln des erloschenen Vulkan Psaronas. Am ersten großen Strand gibt es einen Kantinenwagen und Umkleidekabinen. Steigt man die Treppe hinter dem Kantinenwagen hinauf und wieder hinunter, kommt man zum zweiten Strand. Der dritten Strand liegt an einem Felsvorsprung vorbei direkt dahinter und dort ist man dann fast alleine. Dies beiden Strände haben ab mittags auch schon etwas Schatten.

 

Hier geht es weiter ins nordöstliche Chios.