Die Inselerkundung

 

Fährt man die Hauptstraße in Richtung Hora liegt unterhalb von Paleópolis, der einstigen Inselhauptstadt, gut zu sehen die im Meer versunkene antike Hafenmole. Die Stadt verfügt über einige archäologische Schätze, die im örtlichen Museum zu besichtigen sind. Die Ausgrabungen sind aber noch nicht beendet und leider auch nicht zugänglich.
 
Wir fuhren die Küstenstraße weiter bis Kappariá. Das Dorf liegt an einem Hang umgeben von Kapernbäumen und Zypressen. Leider war die Blütezeit der Kapernbäume schon vorbei - schade - auf Fotos sehen die Blüten sehr schön aus. Zum Ausgleich gibt es Taubenhäuser zusehen.
 
Wir machten eine Kaffeepause im Fischerort Órmos Korthiou. Der kleine Ort wirkte noch sehr ursprünglich. In der Fußgängerzone gibt es ein paar Läden, ein Cáfe, und einen sehr guten Bäcker. Überall saßen plaudernde Griechen vor den Häusern und alles wirkte sehr ruhig und gemütlich.
 
Wir fuhren von Korthiou weiter durch das Dipotámata Tal nach Sineti. Unterhalb von Sineti erstreckt sich ein 100 Meter langer Sand-/Kieselstrand. Die Badepause wurde verschoben und weiter ging es nach Mesaria, da das Kloster Panachràntou auf unserem Tagesplan stand.

 

Die byzantinische Kirche Taxiárchis in Messaria liegt etwas versteckt zwischen Zypressen- und Zitronenbäumen. Den verbleibenden Werkzeugen nach, wurde sie erst vor kurzem restauriert.
 
Wir beschlossen von Messaria zum Kloster
Panachràntou zu laufen. (ca. 1.30 Std.) Das älteste Kloster der Insel (9.Jh.) war auch wieder verschlossen. Außer uns wollten noch zwei griechische Familien das Kloster besichtigen. Es wurde telefoniert, unverständliches Kopfschütteln und wir erfuhren, dass die Mönche erst am Abend wieder im Kloster anzutreffen sind.
 
Unser Besichtigungsprogramm endete in Ménites. Unterhalb der Kirche befinden sich die Quellen von Ménites. Aus mehreren Löwenköpfen auf einer Mauer sprudelt Wasser in eine Rinne in der Straße.

 

Zum Abschluss waren wir in der Nähe von Paleópolis am Halkolimiónas Strand. Laut Internet sollte es dort keine touristischen Einrichtungen geben, aber auch hier gibt es mittlerweile eine Strandbar und Liegestuhlverleih. Der Strand war im Vergleich zu anderen Stränden von Griechen gut besucht.
 
Am nächsten Morgen ging es von Batsí quer über die Insel an die Ostküste zum Aténi Beach. Die Straße ist gut zu fahren, nur die letzten zwei Kilometer zum Strand sind etwas holprig. Oberhalb der beiden Badebuchten steht eine Kapelle und dort kann man auch parken. Eine große Bucht ist scheinbar den Ziegen zum Baden vorbehalten. Links neben dieser Bucht befindet sich einsam gelegen, ein zweiter schöner Strand. Den älteren Griechen mit junger Freundin schienen wir zum Glück nicht zu stören :-).
Später sind wir die landschaftlich schöne Strecke mit einer wunderbaren Aussicht nach Vourkoti gefahren. Die üppige Vegetation mit den vielen terrassierten Flächen spiegelt auch hier wieder den Wasserreichtum der Insel wieder.

 

Ein Stück hinter Vourkoti führt ein Wanderweg zum in einer Schlucht liegendem Kloster Àgios Nikòlaos. Das byzantinischer Kloster aus dem 14. Jahrhundert war natürlich, wie sollte es anders sein - geschlossen. So blieb uns nur die Außenbesichtigung.
 
In der schönen Kirche von Batsí wurde am Sonntag ein Kirchenfest*** gefeiert. Obwohl wir etwas versteckt in einer Ecke auf dem Kirchplatz saßen, wurden wir von einer freundlichen Griechin entdeckt und mit einem Geschenk der Kirche bedacht. Es gab eine Tüte mit einer Art "Müsli mit Granatapfel" und Kuchengebäck.

 

Von der angeblichen Zurückhaltung der auf Andros lebenden Menschen haben wir nichts gespürt - im Gegenteil - wir haben viele sehr freundliche und herzliche Griechen kennengelernt.

 

*** Anhand meiner fotografierten Papiertüte habe ich von Katharina folgendes erfahren: Das "Müsli mit Granatapfel" (gerne auch Silberperlen) war Koliva, eine Speise aus gequollenen Weizen, die an alle Besucher etc. einer "Mnimosino", einer Toten-Gedenkmesse, verteilt wird (40 Tage, und ein Jahr nach dem Sterbedatum).

 

Danke für diese Info.
 
Immer wieder schön, war der Sonnenuntergang in Batsí. Die langsam herabsinkende Sonne, tauchte den Ort in ein sanftes Licht. Der Himmel spiegelte sich in vielen Farben, bis die Sonne letztendlich ganz untergegangen war.

 

Fähren kommen an und fahren ab - auch uns brachte die Theologos P wieder zurück nach Athen und von dort flogen wir nach Hause. 10 Tage Andros - waren schön und sind bedenkenlos weiterzuempfehlen.

 

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