Andros, die Insel der Seefahrer, ist die nördlichste und zweitgrößte Kykladeninsel. Hier verbringen überwiegend Griechen ihren Urlaub oder das Wochenende, da viele hier einen Sommersitz haben. Außerdem ist die Insel von Rafina in zwei Stunden schnell zu erreichen. Keine Insel, in die man sich sofort verliebt, aber sie hat mit ihren schönen Stränden und grünen Tälern, in denen Obstbäume, Zypressen und Olivenbäume wachsen, auch ihre Reize.
 


Batsí

Zwischen Gávrion und Batsí unterhalb der Küstenstraße befindet sich eine Anzahl von schönen Sandstränden incl. eines Surfclubs.

 

Das ehemalige Fischerdorf Batsí liegt in einer  schönen Bucht. Es gibt einen großen Sandstrand und mehrere kleinere Sandbuchten, sodass jeder nach seinen Bedürfnissen auswählen kann. Das Angebot an Unterkünften ist groß und die Auswahl an Tavernen lässt auch keine Wünsche offen. Wir haben gerne in der Taverne Delphinia gegessen, die uns mit immer guter Qualität und einer tollen Gastfreundlichkeit überzeugt haben. Die Bars in Batsí verdienen aufgrund der hohen Preise "0,33l Bier 5,00 Euro, Wein auch überteuert" keinen Pluspunkt.

 

Autovermietung: Ursprünglich sollte ein kleiner Mietwagen Mitte Sept. 35 Euro kosten. Die Nachverhandlung unseres netten Vermieters ergab einen Tagespreis von 23 Euro (Colors rent a Car in Gávrio).
Entlang der Küstenstraße Richtung Süden führt der Weg zum Kriegsopferdenkmal. Man läuft oberhalb der Küste an zahlreichen Pensionen vorbei und sieht nach den letzten Häusern unmittelbar am Wasser große Felsplatten, die zum Sonnen einladen. Die Straße führt um das steile Kap herum und nach einigen Metern sieht man weitere Strandbuchten, ein Hotel und eine Strandbar. Läuft man noch ein ganzes Stück weiter die Straße entlang, findet man den ruhigen Strand Agia Marina.

 

 

Strandgäste

In dieser eher ruhigen Bucht befindet sich auch eine Strandtaverne. In der Nachsaison wurden jeden Tag drei verschiedene Gerichte angeboten. Alles war frisch und sehr lecker. Besonders gut hat uns hier der frische Fisch geschmeckt.
Auf der Terrasse kann man bei einem Glas Wein und gutem Essen den Sonnenuntergang genießen. Nach Batsí läuft man gemütlich ca. eine halbe Stunde zurück.
 

 

Auf Andros findet man eine erstaunliche Anzahl von schönen Stränden. Ein paar Kilometer hinter Gávrion in Richtung Kato Fellós befindet sich in einer windgeschützten Bucht der schöne Sand-/Kiesstrand Fellós Beach. Mit schattenspendenden Bäumen und ein paar Meter ins Meer führendem flachem Wasser, bietet er sich ideal für Familien mit Kindern an.
 
Einen kurzen Zwischenstopp sollte man bei der Kirche Evangelismou Theotókou, kurz vor Pano Fellós, schon allein wegen dem Panoramablick einlegen.
Der Tümpel bei der Kirche lebt.
 
Einmal quer über die Insel Richtung Norden, vorbei an Palestoú und Káto Varidi, führt der Weg zum 200 Meter langen Sand-/Kieselstrand Órmos Zórkou. Das Gebiet ist recht einsam, aber am Strand gibt es Liegestühle und Sonnenschirme für 6 Euro am Tag und oberhalb des Strandes eine Taverne. Das glasklare Wasser ist ein Traum, auch wenn es etwas kühler war, als z.B. in Agia Marina. Obwohl der schöne Strand im Norden von Andros liegt, war die Bucht völlig windgeschützt.
 
Der Besuch des Klosters Agias (Zoodóchou Pigi) gestaltete sich etwas schwierig. Das Kloster liegt ca. 7 Kilometer nördlich von Batsí und sollte lt. Reiseführer vor 12 Uhr und nach 17 Uhr zu besuchen sein. Wir standen vor geschlossenen Türen, obwohl es erst 11 Uhr war. Wir beschlossen weiter an die Ostküste zu fahren und es auf dem Rückweg nochmals zu versuchen.
Die Straße über Ágios Petros bis Vitáli ist gut zu fahren und führt durch eine schöne Landschaft. Zwischen Ano Vitáli und Vitáli liegt in einem weiten Tal die kleine Kirche Aghia Sophia.

 

Eine Besonderheit auf der Insel sind die Trockenmauern, die so genannten Xirolithiés. Sie dienen als Abgrenzung zwischen den verschiedenen Grundstücken und als Erosionsschutz. Wir haben auf anderen Inseln schon Trockenmauern gesehen, aber auf Andros haben sie eine besondere Bauweise. In bestimmten Abständen wurden Schieferplatten hochkant zwischen die waagrecht aufgeschichteten Schieferbrocken gesteckt. Da diese Platten nach oben spitz zulaufen, haben sie vermutlich für Ziegen auch die Funktion eines Stoppschildes.
 
Hinter Vitáli führt eine staubige bucklige Straße  mit vielen Kurven in ca. 20 Minuten an den ruhigen Strand des Órmos Vitáli. Liegestühle und Taverne sind vorhanden.
Am späten Nachmittag starteten wir den zweiten Versuch das Kloster Agias zu besichtigen. Leider wieder erfolglos - die Nonnen wollten niemanden hineinlassen.

 

 

Hier geht es weiter nach Andros Stadt.