Wanderung zum Kálamos

 

Von der Chóra bis zum Kloster Zoodóchou Pigi läuft man 2,5 bis 3 Stunden und von dort bis auf den Kálamos (396 m) benötigt man je nach Kondition nochmals 1 bis 2 Stunden.
Wir haben es uns etwas einfacher gemacht und sind mit dem Roller bis zum Kloster gefahren.

 

Das Kloster ist 200 Jahre alt und wurde aus den Resten des Apollontempels gebaut. Man kann das Kloster trotz der fortlaufenden Renovierungsarbeiten besichtigen. Der Wächter Vassili achtet aber sorgsam darauf, das niemand mit kurzen Hosen das Kloster betritt. Er pflegt und gießt nicht nur die üppig blühenden Blumen und Pflanzen des Klosters, sondern er hat auch den Schlüssel für die Kirche. Jedes Jahr im September findet eine Prozession zum Kloster mit einem anschließendem Fest zur Ehre der Ikone der Panagia statt.

 

Der Weg zum Kálamosgipfel befindet sich links vom Kloster. An einem Hühnergehege und einer Mauer vorbei, folgt man dem gut gekennzeichneten Weg.
Der Anstieg ist zwar etwas beschwerlich, aber der wundervolle Ausblick belohnt einen für die Anstrengung.
In endlos erscheinenden Serpentinen geht es weiter nach oben. Die Wege werden schmaler und der Anstieg steiler. Die wackeligen Geländer an den steilen Abhängen sind eher zur Zierde, als zum Festhalten. Für Menschen, die nicht völlig schwindelfrei sind, eine echte Herausforderung. Der Anblick der weißen Kuppelkirche der Panagina Kalamiótissa auf der Spitze des Kálamos bestätigt, das man es geschafft hat.
Der Fels unterhalb der Kirche fällt fast senkrecht zum Meer ab. Man hat einen traumhaften  Ausblick. Schade, dass plötzlich dichte Nebelschwaden heraufzogen.

 

Die Gipfelkirche wurde 1956 nach einem Erdbeben neu erbaut. Früher sollen hier auch Mönche gelebt haben.
Wir machten eine längere Rast und genossen die grandiose Stille der Berge, bevor wir uns an den Abstieg machten.

 

 

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