Anafi 2017

 
Bevor der Touristenstrom auf Ios zunahm, machten wir uns mit der Aqua Spirit auf den Weg auf unsere Lieblingsinsel Anafi. Zuletzt waren wir im Juni 2013 auf Anafi. Geplant war das so nicht, aber 2015 saßen wir auf Naxos fest und die Weiterreise war durch die Pleite der NEL-Lines nicht mehr möglich.
Die Vorfreude war groß und wir waren gespannt, ob sich auf der Insel etwas verändert hatte. An der Wiedersehensfreude mit unserer lieben Vermieterin hatte sich nichts geändert. Begeisterung in Form eines griechischen Wortschwalls prasselte auf uns nieder. Mittlerweile sind wir auch in der Lage  einigermaßen antworten zu können.
Schon auf den ersten Blick stellten wir fest, dass der Hafenort Agios Nikolas ziemlich aufgehübscht wurde. Das dürfte so einige Farbeimer gekostet haben. Jetzt wirkt aber alles freundlich und einladend. Popis Taverne wird von der Mutter des Bürgermeisters geführt, ein kleiner Souvenirshop, ein Mopedvermieter und das Café unterhalb der Hafenkapelle, da lohnt auch mal der Weg an den Hafen.
Wir luden unsere Koffer in Effis "neues" Auto, welches sie uns stolz präsentierte und machten uns auf den Weg zur Chora.
Es ist kurz nach 18.00 Uhr, die Sonne scheint und nur ein Hund liegt träge auf der Veranda, als wir an unserer Unterkunft ankommen. Ja - schön ist es hier oben mit dem Blick auf das Meer und die zahlreichen weißen rechteckigen Häuser mit den Tonnengewölben. Endlich wieder Anafi - wir sitzen auf unserem Balkon, genießen die Aussicht, die Abendsonne und den Willkommens-Ouzo von Effi.
Am nächsten Tag staunen wir nicht schlecht. Alexandra hat ihre Taverne aus Altersgründen geschlossen. In ihre Räumlichkeiten ist nun der Supermarkt eingezogen, der von ihrer Tochter geführt wird. Aus dem alten Supermarktgebäude etwas weiter oben ist ein Café geworden, welches leider auch die nächsten Tage geschlossen bleibt.
Das Astrachan hat wie die Jahre davor auch Anfang Juni noch nicht geöffnet. So haben wir wieder keine Gelegenheit diese Taverne auszuprobieren. Schade.
Am Grill-House Petrino mit der schönsten Dachterrasse von Anafi werden wir freundlich begrüßt, die Besitzer haben uns gleich wieder erkannt.
Maria treffen wir in ihrem hübschen Laden unterhalb vom Petrino und auch hier ist die Wiedersehens-freude groß. Bei ihr werden wir nicht nur mit den neusten Infos über die Insel versorgt, sondern wir können unsere Vorräte für zuhause mit Kapernblättern, Kapern, Kräutern, Oel usw. auffüllen. Außerdem gibt es bei Maria, wenn sie Zeit hat, immer eine kleine Griechisch-Lektion, da haben wir die nächsten Tage etwas zum Üben.
Beim Dorfbäcker ist alles unverändert und auf dem kleinen Platz nebenan hat man zwei Mühlsteine dekorativ platziert. Etwas unterhalb der Platia ist eine neue Café/Bar und die Taverne Armenaki hat auch schon geöffnet. Auf der großen Terrasse vom Armenaki sitzt man sehr schön, aber uns persönlich hat das Essen dort leider nicht überzeugt.

 

Dann lieber doch ins To Steki, die älteste Taverne der Insel. Vorher aber zur Ouzo-Time nebenan ins Argo.
Das Kafenion war bei unserem letzten Besuch noch im Umbau. Jetzt wird es auch von einem Familienmitglied des Bürgermeisters betrieben.
Bei Manos ist alles unverändert, bis auf seine langen Haare, die sind aber schon lange ab ;-) - Autos, Bikes und Quads kann man bei ihm mieten.
Unverändert die Fischtaverne Liotrivi. Immer noch alles sehr nett und freundlich mit frischem Gemüse aus dem Garten. Die Familie hat ein eigenes Fischerboot, der Vater fährt jeden Tag raus und so ist der Fisch auch frisch und bezahlbar.