Quer über die Insel

 
Von der Hauptstraße Richtung Chora führte 2011 ein steiler Schotterweg nach Asfodilitis. Jetzt war dieser Weg asphaltiert, ein Grund mal nachzusehen, was sich sonst noch verändert hat. Also ging es den Berg hinauf. Das Paar auf dem Motorroller vor uns stoppte vor dem geschlossenen Weidetor und kehrte um. Da sich das Tor problemlos öffnen ließ, wollten wir zumindest die kleine Kapelle Agios Nikólaos besichtigen. Die griechische Fahne hatte durch den rauhen Wind schon sehr gelitten. Passend zur derzeitigen Lage im Land.
Der Weiler besteht lediglich aus ein paar Bauernhöfen. Ein Eselspfad führt zu den Zisternen und auf den Schiefersteinen sind Steinzeichnungen, aber eher aus der Neuzeit der Graffitis. Auf dem Rückweg erkannten wir etwas zurückgesetzt auf der rechten Seite ein Gebäude mit großer Terrasse und mehreren Tischen und Stühlen. Eine neue Taverne, oder doch nur die Überreste einer Familienfeier?

Amorgos ohne einen Besuch im schönen Kloster Chosowiotissa ist kaum vorstellbar. Auch der Ausblick auf Aghia Anna ist immer noch traumhaft.
 
Vor vier Jahren hatten wir unser Quartier in Katapola, wo es uns auch gut gefallen hat. Im Vergleich zum herausgeputzten Egiali kam uns Katapola etwas vernachlässigt vor. Die Saison hatte ja noch nicht begonnen und vielleicht werden die Farbeimer und die Besen erst später ausgepackt.
 
Wir fuhren weiter an die Südküste an den Mouros Beach. Einer meiner Lieblingsplätze - ein Sand/Kiesstrand mit kristallklarem Wasser inmitten der Felsen, leider nur mit wenig Schatten. Oberhalb des Strandes gibt es einen Parkplatz und eine Taverne mit einer schönen Terrasse.

Ein Blick auf die schöne Chora von Amorgos.
Die Torbögen, die verwinkelten Gassen und die blumengeschmückten Häusern lassen einen nie müde werden, immer wieder den Weg in die schöne Chora zu finden. In den zahlreichen kleinen Gassen findet man die schönsten Fotomotive. Man hat das Gefühl, dass hier die Zeit stehen geblieben ist, wobei der genaue Betrachter sicherlich auch Veränderungen feststellen wird.
An der Hauptgasse in Höhe eines Cafés mit einer gemütlichen Terrasse findet man ein paar Treppen abwärts, etwas versteckt unter einem Blütenmeer, ein kleines  Museum.
Wir schlenderten durch die Gassen und genossen die Ruhe in der autofreien Chora. Die Auswahl an schönen Cafés und Tavernen ist groß und es gibt auch ein paar neue Geschäfte, in denen man hübsche Mitbringsel für daheim findet.
Plötzlich hörten wir vielstimmigen Gesang unter den strengen Anweisungen einer weiblichen Person. Wir folgen unserem Gehör und wurden fündig.
Auf der Platia Loza probte eine Lehrerin mit ihren Schülern ein Theaterstück mit Gesangseinlagen. Wir vermuten, dass hier für die Schuljahresabschlussfeier geübt wurde. Wir lauschten eine Weile, bevor wir uns auf den Weg zurück nach Lagada machten.
 
Zurück auf dem Dorf wurden wir schon mit lautem Geschrei begrüßt. Die Esel hatten anscheinend für heute genug Lasten transportiert und langweilten sich auf ihrer Weide. Sie sind die Einzigen, die ab und zu die dörfliche Ruhe etwas stören. Bisher wussten wir nicht, wie laut Esel sein können.  ;-)
Türen mit und ohne Farbe.
 
Am frühen Abend gab es ein Konzert der etwas anderen Art in Langada. Da diese Musik nicht unbedingt nach unserem Geschmack war, machten wir uns in der Pause auf den Weg, um noch ein paar schöne Sonnenuntergänge zu fotografieren.
 
Oberhalb der Zufahrtsstraße von Langada befindet sich an einem Steilhang die Höhlenkirche Agia Triada. Von dort oben hat man einen schönen Ausblick hinunter nach Egiali. Dort oben stellten wir aber fest, dass der Sonnenuntergang vom Balkon unserer Unterkunft aus doch viel schöner war.
Der schönste Sonnenuntergang vom Balkon der Amaranto Studios.
Da es uns in Langada so gut gefallen hat, sind wir dort abends immer in einer der Tavernen essen gewesen. Überall war das Essen sehr gut, die Menschen freundlich und aufmerksam. Im kleinen Market der bis am späten Abend geöffnet hatte, gab es jeden Morgen frisches Brot, frisches Gemüse und Obst.
Sollten wir in ein paar Jahren wieder nach Amorgos kommen, dann werden wir bestimmt wieder in Langada wohnen. Das Dorf hat eine nette Atmosphäre und man fühlt sich willkommen.
 
 
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