Amorgos 2011

 

In diesem Jahr entschlossen wir uns einen Direktflug nach Santorin zu buchen, mit einer Zwischenübernachtung im Hotel Kalisperis in Mesariá. Das kleine Familienhotel liegt günstig zwischen Flughafen und Fähre und ist vor allen Dingen preislich unschlagbar. Die Zimmer waren sehr sauber und auf Anfrage sind wir sogar kostenlos zu später Stunde am Flughafen abgeholt worden. Am nächsten Morgen ging es weiter mit der Skopelitis nach Amorgos.


Wir hatten es geschafft - unsere erste Fahrt mit der legendären Skopelitis - alle unsere Bekannten waren schon mit ihr unterwegs - nur wir nicht. Also schnell eine SMS an die Kölner Truppe - ein wenig Neid erzeugen, darf doch sein - oder ?
Wer aber nun von den zahlreichen "blaubemannten Herren" der legendäre Kapitän war, das haben wir während der Überfahrt nicht herausgefunden. Das Meer war spiegelglatt, Delfine begleiteten uns und wir kamen nach 5 Stunden entspannter Reise auf Amorgos an.
Die Fotos der "legendären" Kapitäne der Skopelitis habe ich hier gefunden.
Wir hatten für Mitte Juni schon mehr Urlauber auf Amorgos erwartet, aber fast waren die Zimmeranbieter, die uns hoffnungsvoll entgegenblickten, in der Überzahl. So viele Zimmeranbieter hatten wir noch nie auf einer Insel gesehen und leider hatten sie bei uns auch kein Glück, da wir bereits von Rania vom Diosmarini erwartet wurden.
Das Diosmarini liegt im Ortsteil Xilokeratidi auf der anderen Seite, gegenüber vom Hafen Katápola. Es ging schon ein paar Stufen hinauf, denn unsere Unterkunft lag etwas zurück von der Uferpromenade auf einem Hügel mit schönem Blick auf das Meer. Unser Zimmer war zwar nicht besonders groß, hatte aber ein Bad und eine kleine Küchenzeile mit Gaskocher und Frühstücksgeschirr.
Ein traumhafter Blick von oben auf Katápola.
Abends stellte sich des öfteren die Frage, auf welcher Seite essen wir heute? Bei Vitzentzos in Xilokeratidi sitzt man ruhig und gemütlich direkt am Meer. Das Essen fanden wir dort sehr gut, obwohl es preislich etwas über unserer Lieblingstaverne "auf der anderen Seite" lag.

 

Auch in den kleinen Bars "auf unserer Seite" - der Moon Bar, und dem Le Grand Bleu konnte man gemütlich den Abend ausklingen lassen. Beim letzteren wurde jeden Abend um 20.30 Uhr der Film "Le grand Bleu" gezeigt, der immer noch von zahlreichen Leuten gerne gesehen wird.
Davon, dass der Tintenfisch für das Abendessen fangfrisch war, konnten wir uns auch überzeugen.
Die Auswahl an Tavernen in Katápola ist wirklich gut, hier findet sich für jeden Geschmack etwas. Auf Empfehlung von Jürgen und Barbara, die schon zwei Wochen vor uns Amorgos erkundet hatten, gingen wir am ersten Abend zu Captain Dimo essen.
Während des Essens trauten wir plötzlich unseren Ohren nicht. Aus dem Lautsprecher schallte "I'm dreaming of a white Christmas". Wir schauten uns etwas irritiert an und dachten, dass sich dieses Lied irgendwie eingeschlichen hatte. Es folgte der alte Song "Oh Carol" und wir widmeten uns wieder beruhigt unserem griechischen Salat. Doch weit gefehlt - es folgte "Happy Christmas" von John Lennon. Ich mag den alten John, aber alles zu seiner Zeit. Die Krönung war schliesslich und da blieb mir fast der Salat im Hals stecken - Elvis, der uns "Oh Tannenbaum" sang, bei fast 30 Grad im Schatten. So amüsant wir und die anderen Gäste das fanden, gingen wir am nächsten Abend aber woanders essen, obwohl das Essen dort gut war.
Die Taverne Ákri, ganz am Ende der Hafenbucht mit ihrer guten griechischen Hausmannskost, wie von "Muttern", gewann unseren Tavernentest mit "richtig lecker."
Die Abendstimmung in der Bucht von Katápola hat uns auf beiden Seiten gut gefallen, so daß wir zum Essen am Hafen saßen und den Abend auf der "anderen Seite" ausklingen liessen. Ach ja - wie man sieht gibt es auch wieder "Fix Bier".
Hinter dem Ortsteil Xilokeratidi am Friedhof vorbei liegt der kleine Maltezi-Sandstrand. Hinter dem Friedhof führt links ein Treppenweg hinunter zur Bucht. Man läuft auf dem schmalen Kiesstreifen entlang der Mauer, immer die kleine Kapelle Agios Panteleimon vor Augen. Dort gibt es auch ein paar nicht so attraktive Bademöglichkeiten. Besser man lässt die Kapelle hinter sich und läuft weiter auf dem Kiesstrand bis zu einem kleinen Holzgatter. Von dort führt ein Trampelpfad über den Felshügel und wieder hinab zum schönen Strand. Strand und Wasser waren trotz Nähe zum Hafen sehr sauber. Sicher auch ein Grund dafür, dass der Strand nicht nur bei den Einheimischen sehr beliebt ist.
Ab Mitte Juni fährt ein kleines Kaiki zwischen Katápola und Maltezi-Strand (2 Euro). Man kann aber auch den Weg mühelos wieder zurücklaufen.

 

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