Kloster Ágios Nektários

 

 

Das Kloster Ágios Nektários mit seiner Kuppelkirche ist ein sehr moderner und imposanter Bau. Der Heilige Nektarios, der Schutzpatron der Insel, wurde im Kloster begraben. Er soll über heilende Kräfte verfügt haben und Wunder geschehen lassen. Die Meinungen der Griechen gehen im Bezug auf das Kloster sehr auseinander. Einige sind der Meinung, das alte Kloster wäre gut genug gewesen und der neue Bau sei pure Geldverschwendung. Andere sind stolz auf das Kloster und viele Griechen pilgern hierher. Das Kloster ist per Bus von Ägina-Stadt gut zu erreichen. Die Haltestelle ist unmittelbar vor dem Kloster.

 

Das Marienkloster Chryssoleondissa ist nicht ganz einfach zu finden. In Höhe des neuen Klosters führt eine kleine Straße scharf rechts ab in Richtung Psachni. Vor dem Ort biegt man aber wieder rechts ab und fährt einfach weiter gerade aus bis zum Kloster, welches verborgen inmitten eines Waldes liegt. Landschaftlich eine sehr schöne Gegend. Durch ein Hoftor gelangt man in Klostervorhof. Der Klostereingang befindet sich auf der linken Seite. Nach dem Läuten der Glocke wird auch geöffnet. Die anwesende Nonne fragte uns, ob wir auch katholisch sind. Hätten wir das Kloster sonst nicht besichtigen dürfen? Fotografiert haben wir aus Respekt nicht, obwohl ich gerne die besondere Stimmung des Klosters eingefangen hätte.

 

Die Überreste der ehemaligen Inselhauptstadt Paliochóra liegt in unmittelbarer Nähe des Klosters Ágios Nektários. Die zahlreichen Ruinen der Wohngebäude und der kleinen Kapellen liegen weit verteilt auf einem Hügel. Hier hat die Natur sich weit ausgebreitet, Wege sind kaum zu finden.

 

Auf der Insel gibt es viele kleine unscheinbare Dörfer, aber eine herrliche Natur im Frühling. Die Badestrände und auch Agia Marina fanden wir nicht besonders einladend.

 

Der Aphaia Tempel liegt 11 Kilometer östlich von der Stadt Ägina. Der dorische Tempel wurde nach der Seeschlacht von Salamis (480 v.Chr.) in einer idyllischen Landschaft mit Blick auf das Meer und das gegenüberliegende Attika erbaut. Er ist der besterhaltenste Tempel aller griechischen Inseln. Wir fanden den Tempel, der majestätisch auf dem Gipfel eines Hügels steht und einen traumhaften Blick auf das Meer bietet, sehr beeindruckend. Öffnungszeiten 8.00 Uhr bis 17.00 Uhr. Eintritt 4 Euro. Ausstellungstafeln in dt. Sprache.

 

Nach soviel Kultur ging es weiter am Meer entlang, vorbei an verschlafenen Dörfern, wo sich nicht mal die Katze aus der Ruhe bringen ließ, in Richtung Pérdika.

 

Das Fischerdorf Pérdika liegt an der südlichen Spitze der Westküste mit Ausblick auf die kleine Insel Moni. An der langgestreckten Uferstraße gibt es eine stattliche Anzahl von Tavernen. Das Essen dort fanden wir nur mittelmäßig. Einen schönen Strand hat auch Pérdika nicht zu bieten, aber auf der gegenüberliegenden Seite kann man einen Spaziergang zu einem kuriosen Gebäude machen, der Camera Obscura.
Es handelt sich hier um ein zylindrisches Gebäude, mit sieben Meter im Durchmesser, und mit zwölf Öffnungen in alle Richtungen. Durch diese zwölf Löcher kommt Licht in den dunklen Raum, und erzeugen so ein 360° Panoramabild von der Außenwelt. Es ist aufgeteilt in zwölf einzelne Bilder, auf den Kopf und umgekehrt. Die Camera Obscura ist die erste in Griechenland. Ich hoffe, ich habe das einigermaßen richtig erklärt.

 

Auch der schönste Kurzurlaub geht irgendwann zu Ende und so verließen wir mit kirchlichem Beistand die schöne Insel Ägina.
Unser Fazit: Für uns war es eine tolle Erfahrung um diese Jahreszeit Griechenland zu besuchen und wir können die Insel Ägina für einen Kurzurlaub sehr empfehlen.



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